Israel wirft zwölf bei israelischen Angriffen im Gazastreifen getöteten palästinensischen Fußballspielern, Trainern und Schiedsrichtern vor, für die radikalislamische Hamas und den Islamischen Dschihad tätig gewesen zu sein. Der palästinensische Fußballverband ist außer sich und beklagt, Israel versuche „seine Verbrechen mit falschen Anschuldigungen zu vertuschen“.
Die israelische Armee erklärte, sie gebe nun „die Identitäten palästinensischer Fußballspieler, Schiedsrichter und Trainer bekannt, die als Sportler und unschuldige Zivilisten dargestellt wurden, in Wirklichkeit jedoch als Terroristen in den militärischen Flügeln der Hamas und des Islamischen Dschihad tätig waren“. Nach Angaben der Armee hatten mehrere der Genannten Führungspositionen innerhalb der Milizen inne, andere waren demnach Kämpfer.
Uniform- und Waffen-Fotos als Beweise
Ein Teil der Informationen basiert einer in der Erklärung zitierten Quelle zufolge auf öffentlich zugänglichen Quellen. „Alle aufgeführten Personen“ seien „als Terroristen, die mit terroristischen Organisationen in Verbindung stehen“, identifiziert worden, hieß es weiter.
Unter anderem wurde der Name von Mohammed Sami Mohammed Chattab genannt, der nach Angaben der Armee offiziell als internationaler Schiedsrichterassistent des Fußballweltverbandes FIFA geführt wurde. Als Beweise veröffentlichten die Israelis drei Fotos von Chattab. Auf einem war er in einem Fußballtrikot mit den Logos der FIFA und der asiatischen Fußballkonföderation zu sehen – auf einem anderen trug er eine schwarze Uniform und eine dazu passende Kopfbedeckung, auf einem dritten hielt er eine Waffe in der Hand.
„Tötung von Spielern, Trainern, Schiedsrichtern und Funktionären“
Der palästinensische Fußballverband wies die Vorwürfe zurück. „Israel versucht, seine Verbrechen – die Tötung von Spielern, Trainern, Schiedsrichtern und Funktionären von Fußballvereinen – mit falschen Anschuldigungen zu vertuschen“, erklärte ein Vertreter, der anonym bleiben wollte.
Die Fußball-WM hat auch im Gazastreifen stattgefunden. Unten sehen Sie das von amputierten Kickern nachgestellte Finale zwischen Spanien und Argentinien:
Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Vorwürfe der israelischen Armee nicht unabhängig überprüfen. Die radikalislamischen Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad äußerten sich bisher nicht dazu.
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