Reduziert auch Shops

Mobilfunkanbieter O2 baut jede sechste Stelle ab

Wirtschaft
22.07.2026 19:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Telekommunikationsanbieter O2 plant, jede sechste Stelle in Deutschland zu streichen. Damit werden bis zu 1100 Menschen ihre Jobs verlieren. Für sie liegen nun Abfindungen und andere Angebote bereit, damit sie freiwillig gehen. Das Unternehmen will außerdem 60 Shops bis zum Jahresende schließen.

Betroffen sind eigene Standorte, nicht jene von Franchise-Partnern. „Wir vereinfachen die Organisation, bündeln Tätigkeiten und intensivieren den Einsatz Künstlicher Intelligenz in zentralen Abläufen“, sagte Deutschland-Chef Santiago Argelich Hesse. Damit werde die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit gesichert. Die Kosten für die Restrukturierung sollen 265 Millionen Euro betragen.

Von dem Stellenabbau sollen zunächst die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Shops betroffen sein, anschließend das Personal in Callcentern. Ab 2028 sollen jährlich ungefähr 185 Millionen Euro eingespart werden.

Die Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns hat mit 1&1 seinen größten Kunden verloren. Die Firma, die zwölf Millionen Handykundinnen und Handykunden hat, hatte das O2-Netz verwendet und dafür bezahlt. Inzwischen ist sie zum Konkurrenten Vodafone gewechselt.

O2 hat in Deutschland etwa 800 Shops, im Jänner hatte die Firma noch 6820 Vollzeitstellen. Die Marke, die ihren Namen dem chemischen Zeichen für Sauerstoff verdankt (da Kommunikation wie Sauerstoff zum Leben gehöre, Anm.) wird auch in Großbritannien, Spanien, Tschechien und der Slowakei genutzt. Der Deutsch-Spanier Argelich Hesse hat erst Anfang 2026 das Ruder übernommen, um die Firma wieder zum Laufen zu bringen.

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