Nach dem tödlichen Horrorunfall vom Sonntag drängt eine Bürgerbewegung wieder einmal auf Maßnahmen, die die Altheimer Straße in OÖ entschärfen sollen. Auf nicht einmal vier Kilometern sind bereits sechs Tote zu beklagen. Wie die aussehen und was die Bundesstraße so gefährlich macht, erklärt Sprecher Manfred Rösner.
Was macht die berüchtigte Altheimer Straße B 148 so gefährlich? Erst am Sonntagabend hatte ein Überholmanöver einer Ungarin (57) und einem Spanier (56) das Leben gekostet, dessen Gattin (52), Tochter (14) und Sohn (11) mit dem Tod rangen – die „Krone“ berichtete.
Extrem viel Verkehr
Sie reihen sich ein in die lange Liste der Toten und Schwerverletzten, die dieser Straßenabschnitt schon gefordert hat. „Wir haben hier im Jahr sechs bis 6,5 Millionen Fahrzeuge, das ist fast halb so viel wie auf der Brennerautobahn“, weiß Manfred Rosner. Er ist Sprecher der Bürgerbewegung „Lebensraum B 148“ und wohnt direkt an einer der gefährlichsten Stellen: „Alleine auf den nicht einmal vier Kilometern bei uns sind bereits sechs Menschen zu Tode gekommen“, sagt Rosner.
Wir haben hier fast halb so viel Verkehr wie auf der Brennerautobahn. Alleine auf den nicht einmal vier Kilometern bei uns sind sechs Menschen gestorben.
Manfred Rosner, Sprecher Lebensraum B 148
Internationale Transitroute
Die enge und kurvige ehemalige Landesstraße führt teils zwischen Häusern hindurch. Sie verbindet die Innkreisautobahn (A 8) – gemeinsam mit ihrem bayerischen Gegenstück, der ebenfalls unfallträchtigen Bundesstraße 12 – mit der deutschen Bundesautobahn 94 nach München.
Radfahrer und Mähdrescher
Das macht die Strecke, auf der auch Radfahrer und Erntemaschinen fahren und die stellenweise von Anrainern überquert werden muss, zur wichtigen Route für den internationalen Transitverkehr. Die Anrainer fordern schon lang eine Umfahrung: Laut aktuellem Plan würde diese zwischen Riedlham und Harterding etwas nördlich der aktuellen Trasse verlaufen.
Warten auf Entwurf
„Der Hut brennt. Wir haben dem Land einen Entwurf präsentiert. Den hätten alle Anrainer und Grundbesitzer abgesegnet, er wurde aber abgelehnt. Jetzt warten wir auf den Entwurf des Landes. Es hieß, dass der im Mai oder Juni präsentiert wird“, so Rosner. Er hofft, dass endlich etwas weitergeht, zumal die Straße auch stark beschädigt ist. Weil auch Lärmschutz ein großes Thema ist, aber Lärmschutzwände bei Bundesstraßen nicht gebaut werden, wünschen sich die Anrainer eine Tieflage – also eine im Boden versenkte Straße.


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