Trend seit 2024

Nachfrage nach privaten Wohnbaukrediten gestiegen

Wirtschaft
21.07.2026 11:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Nachfrage nach privaten Wohnbaukrediten ist im zweiten Quartal 2026 weiter gestiegen. Dieser Trend sei bereits seit 2024 zu beobachten, teilte die Österreichische Nationalbank (OeNB) am Dienstag mit. Das sei auf verbesserte Aussichten am Immobilienmarkt und den gestiegenen Optimismus der Haushalte zurückzuführen.

„Das Zinsniveau hat im Gegensatz zu den vergangenen Quartalen beim Nachfrageanstieg im zweiten Quartal 2026 nur mehr eine untergeordnete Rolle gespielt“, teilte die Österreichische Nationalbank mit, die österreichische Banken in der zweiten Junihälfte befragt hat. Im März, April und Mai 2026 sind demnach jeweils mehr als 1,6 Milliarden Euro an Krediten für den Wohnbau vergeben worden. Für das dritte Quartal erwarten die Befragten aber keinen weiteren Anstieg der Nachfrage mehr.

Nachfrage der Unternehmen stabil
Abgefragt wurden auch Firmenkredite. Diese Nachfrage blieb demnach im zweiten Quartal 2026 stabil. Die in der vergangenen Umfrage noch befürchteten Verschlechterungen aufgrund des Kriegs im Nahen und Mittleren Osten sind ausgeblieben. Allerdings habe der Finanzierungsbedarf der Unternehmen für Restrukturierungsmaßnahmen zugenommen, hieß es. Das heißt, die Firmen wollen sich zunehmend an die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen, einschließlich der Folgen des Klimawandels, anpassen. Kredite werden etwa aufgenommen, um die Leistungen umweltfreundlicher zu erbringen.

Zitat Icon

Die Banken haben ihre Kreditrichtlinien über Jahre hinweg verschärft und das vor allem mit einer zunehmend ungünstigeren Risikoeinschätzung begründet.

Österreichische Nationalbank

Die befragten Banken haben allerdings seit Mitte 2022 Verschärfungen für Unternehmen mit hohem CO₂-Ausstoß eingeführt und weitere für die nächsten zwölf Monate angekündigt. Sie begründen das mit zusätzlichen physischen Risiken, etwa Extremwetterereignissen oder Umweltschäden, die den Wert der Aktiva beeinflussen könnten. An der Umfrage der OeNB und Europäischen Zentralbank (EZB) haben 159 Banken aus allen Ländern des Euroraums teilgenommen, darunter acht in Österreich, auf die sich die OeNB-Ergebnisse beziehen.

Das zeigt sich im Euroraum
Auch in vielen anderen Ländern im Euroraum haben Banken ihre Vergabestandards an Firmen zuletzt verschärft. Die Geldhäuser würden auf ihre Risiken achten und besonders die am stärksten betroffenen Sektoren beobachten, hieß es. „Der Ausgang der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ist weiterhin mit Unsicherheit behaftet, wobei die Banken ihre Einschätzungen im Verlauf der Gespräche anpassen.“ Verschärfungen bei der Vergabe haben zum Beispiel Banken in Deutschland, Spanien und Frankreich gemeldet. In Italien wurden die Kriterien hingegen gelockert.

Der EZB-Bericht ist für die Währungshüterinnen und Währungshüter eine Orientierungshilfe für die Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank dürfte laut Fachleuten ihre Leitzinsen am Donnerstag unverändert bei 2,25 Prozent lassen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung