Die Hundstage stehen bevor – und mit ihnen soll die heißeste Zeit und beständigste Wetterlage des Sommers anstehen. Heißt eigentlich: heiße Wochen in Österreich. Aber stimmt das auch? Kann man derzeit überhaupt schon seriöse Prognosen treffen? Wir haben nachgefragt.
Aktuell wird bereits viel über einen drohenden Heat-Dome berichtet, der sich demnächst auch auf Mitteleuropa ausweiten könnte – und damit die nächste massive Hitzewelle einläuten soll. Aber lässt sich das schon gesichert sagen?
Vor allem in Südspanien sind damit wieder Höchstwerte von über 40 Grad zu erwarten, in Südfrankreich um 35 Grad.
Meteorologe Peter Wölflingseder
„Konkreter fassbar ist derzeit nur der Südwesten Europas: Über der Iberischen Halbinsel baut sich ein kräftiges Hochdruckgebiet auf, das subtropische Luft aus Afrika heranführt“, klärt Meteorologe Peter Wölflingseder auf.
Besonders in Südspanien dürften die Temperaturen damit wieder stark steigen – „Höchstwerte von über 40 Grad“ seien zu erwarten, in Südfrankreich um 35 Grad, so der Wetterexperte. Allerdings ist die Hitze offenbar nicht gekommen, um länger zu bleiben. „Bereits zum Wochenende wird dieses Hoch nach derzeitigem Stand allerdings von einem Tief verdrängt, die Temperaturen gehen dort dann wieder zurück.“
Sommerlich warm im Wiener Raum
Und wie entwickelt sich die Wetterlage bei uns in den kommenden Tagen? „Diese Woche stellt sich nach einem Frontdurchgang samt Schauern und Gewittern heute eine kühle Nordwestströmung ein, die Temperaturen gehen sukzessive zurück. Vorübergehend wird es regional sogar leicht zu kühl für die Jahreszeit“, so Wölflingseder. Sommerlich warm bleibt es aber im Wiener Raum, mit Höchstwerten zwischen 25 und 27 Grad.
„Unsicherheit in den Modellen“
„Ab Freitag nimmt die Unsicherheit in den Modellen deutlich zu. Es zeichnet sich zwar ab, dass die Temperaturen danach wieder allmählich ansteigen, auf welches Niveau, ist aber noch völlig offen.“
Dass auch uns die große Hitze droht, wie etwa in Südwest-Europa, dazu lassen sich derzeit keine seriösen Angaben machen. „Die Spannweite der Modelllösungen ist dafür schlicht noch zu groß“, betont Wölflingseder. Eine Rekordhitze wie im Juni sei nach aktuellem Stand – unter Vorbehalt der dynamischen Prognoselage – jedoch unwahrscheinlich.
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