Während es bei deutschen Autobauern wie Volkswagen gewaltig kriselt, hat der US-Elektroautobauer Tesla seinen Gewinn in Deutschland gesteigert. Nun soll die Produktion im Werk Grünheide bei Berlin ausgebaut werden. Aktuell würden von dort 30 Märkte beliefert, teilte das Unternehmen mit.
Weitere Märkte sollen erschlossen werden. „Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert die Gesellschaft eine deutlich steigende Produktionsmenge im Vergleich zum Vorjahr“, heißt es im Geschäftsbericht für 2025. Der US-Elektrobauer kündigte in diesem Jahr das Ziel an, seine Produktion in Grünheide auf bis zu 7500 Fahrzeuge pro Woche hochzufahren und die Batteriezellfertigung auszubauen. Insgesamt sollen 3500 neue Arbeitsplätze entstehen. Tesla will überhaupt die gesamte Wertschöpfungskette bis zum fertigen Fahrzeug bündeln.
Das Unternehmen sieht dabei aber auch Risiken. Die Zellproduktion in Europa unterliege im Vergleich mit den USA und China großen Herausforderungen, hieß es im Bericht. Zudem könnten sich weiter eskalierende geopolitische Spannungen und damit einhergehende wirtschaftliche Auswirkungen wie eine Unterbrechung von Lieferketten negativ auf die Prognose auswirken.
11.000 Mitarbeiter in Grünheide
Das Tesla-Werk in Grünheide wurde im März 2022 eröffnet. Ende 2025 hatte die Fabrik ungefähr 11.000 Beschäftigte, inklusive Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter. Sie ist Brandenburgs größter Industriebetrieb. Umweltschützerinnen und Umweltschützer haben Bedenken, weil das Werk zum Teil in einem Wasserschutzgebiet liegt.
Die Kapazitätsauslastung lag im Geschäftsjahr 2025 bei 54 Prozent. Aktuell wird in Grünheide das Modell Y produziert. Die Umsatzerlöse sanken im Vorjahr von 7,7 Milliarden Euro auf 7,1 Milliarden Euro. Das geht laut dem Unternehmen vor allem auf gesunkene Produktionskosten zurück. Es sei aber trotz der Modellumstellung sowie der Integration neuer Varianten eine stabile Produktionsmenge erreicht worden, hieß es.
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