Drama um Mitfavorit Jonas Vingegaard auf der 15. Etappe der Tour de France! Rund 20 Kilometer vor dem Ziel kam der Däne am Sonntag zu Sturz, die Tour ist für den zweifachen Tour-Sieger damit vorbei. Der Etappensieg ging an den Belgier Remco Evenepoel.
Der Visma-Lease-a-Bike-Kapitän kam 20 Kilometer vor dem Anstieg aufs Plateau de Solaison nach einem Kreisverkehr zu Sturz, neben seinem Teamkollegen Sepp Kuss landeten auch Tadej Pogacars Teamkollege Felix Großschartner und mit Isaac del Toro ein weiterer UAE-Profi auf dem Asphalt. Der Österreicher und der Mexikaner konnten aber weiterfahren. Der Sturz führte vorübergehend zu einer Verlangsamung. Das Hauptfeld um den Träger des Gelben Trikots reduzierte zunächst das Tempo, bevor es die Fahrt wieder aufnahm.
Mit einer Schlinge um die Schulter wurde Vingegaard mit dem Rettungswagen abtransportiert. In der Gesamtwertung lag er 4:30 Minuten hinter dem überlegenen Spitzenreiter Pogacar und war damit auf Kurs Richtung Podium in Paris. Der Däne hatte die Frankreich-Rundfahrt 2022 und 2023 gewonnen, in den vergangenen beiden Jahren belegte er den zweiten Gesamtrang. Heuer wollte er Pogacar den Sieg wieder streitig machen, nachdem er bereits den Giro d‘Italia gewonnen hatte.
„Ohne ihn nicht dasselbe“
Den Tagessieg auf der ersten Bergetappe in den Alpen holte sich Evenepoel. Auf dem Plateau de Solaison bezwang der Belgier Pogacar und Del Toro im Sprint. Im Gesamtklassement ist der Vorsprung von Pogacar auf den ersten Verfolger nun auf fünf Minuten angewachsen. Zweiter ist derzeit Evenepoel, Dritter eine weitere knappe Minute dahinter Del Toro. „So etwas wünscht man niemandem“, leidet auch Tagessieger Evenepoel mit Vingegaard mit und auch Pogacar meinte im Ziel: „Das ist sehr, sehr traurig zu sehen. Seit 2021 haben wir um das Gelbe Trikot gekämpft. Wir sind mittlerweile Freunde geworden, ohne ihn wird die Tour nicht dasselbe sein.“
Am Montag steht der zweite Ruhetag an, am Dienstag wartet auf die Profis das einzige Einzelzeitfahren bei der diesjährigen Tour. Knapp 26 km zwischen Evian-Les-Bains und Thonon-Les-Bains am Ufer des Genfersees stehen auf dem Programm.
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