140.000 Jobs bedroht?

VW-Chef Blume stellt sich im August dem Personal

Wirtschaft
17.07.2026 11:19
Porträt von krone.at
Von krone.at

Beim deutschen Autobauer Volkswagen (VW) kriselt es gewaltig. Konzern-Chef Oliver Blume hat zuletzt angekündigt, 50.000 Jobs zu streichen. Der Betriebsrat sagte jedoch, dass es gar um 140.000 Stellen gehe. Für den 25. und 26. August seien Betriebsversammlungen mit Blume geplant.

Laut dem Betriebsrat kommen zusätzlich zu den bereits angekündigten 50.000 Jobs im Inland noch 50.000 neue Stellen bis 2030 hinzu. Ab dem Jahr 2030 seien zudem etwa 40.000 Arbeitsplätze an den Standorten Emden, Hannover, Neckarsulm und Zwickau bedroht, teilte der Betriebsrat am Freitag mit. Wie berichtet, hatte Blume vor wenigen Tagen von weltweit 50.000 Stellen gesprochen. 5000 Arbeitsplätze sollen bis 2030 im Management wegfallen. Medien hatten hingegen ebenfalls von deutlich mehr bedrohten Stellen berichtet – nämlich 100.000 bis 120.000.

Die Gemeinkosten von Volkswagen seien 20 Prozent höher als bei vergleichbaren Autobauern, sagte der VW-Chef. Pläne, vier Werke zu schließen, sollen bereits auf dem Tisch liegen. „Die Wahrheit ist auch, dass wir heute für die Werke Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm in den 30er-Jahren noch keine wettbewerbsgerechte Belegung bestätigen können“, sagte Blume dazu. Es gebe aber intelligentere Lösungen, als ein Werk zu schließen.

Kritik an bisheriger Information
Nun wurde bekannt, dass der Vorstandschef am 25. und 26. August vor die Belegschaft treten wird, gemeinsam mit Markenchef Thomas Schäfer. Er soll den Beschäftigten bei Betriebsversammlungen in Wolfsburg, Zwickau und Emden Rede und Antwort stehen. Technik-Konzernvorstand Thomas Schmall wird zudem Komponenten-Standorte übernehmen, Finanzvorstand Arno Antlitz die Zentrale der Nutzfahrzeug-Marke in Hannover. Im Vordergrund der zusätzlich anberaumten Versammlungen steht die bisherige Informationspolitik des Vorstands, an der vor allem der Betriebsrat viel Kritik äußerte. „Viel zu viel an dem Zukunftsplan weist noch große inhaltliche Lücken, Inkonsistenzen und Widersprüche auf“, hieß es kürzlich.

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