Die Arbeiterkammer Burgenland bietet einen kostenlosen Finanz-Check an. Mit dem Online-Tool kann man in 2 bis 3 Minuten überprüfen, wie es um das eigene Budget steht. Dazu gibt es außerdem hilfreiche Tipps.
Steigende Mieten und Lebenshaltungskosten, Online-Schnäppchen oder Impulskäufe durch Werbung und Influencer und die Möglichkeit, rund um die Uhr konsumieren zu können. Da kann man schon einmal den Überblick verlieren.
Finanzielle Leistungskraft wird oft überschätzt
Zwar ist die Zahl der Privatkonkurse im Burgenland zuletzt gesunken, die durchschnittlichen Schulden haben sich aber erhöht. Diese liegen österreichweit bei 151.000 Euro pro Schuldner. Die meisten Privatkonkurse sind auf Überschätzung der eigenen finanziellen Leistungskraft zurückzuführen. „Leasingangebote und Konsumkredite sind ohne große Hürden zu bekommen. Eine Kontoüberziehung wird nicht als Kredit und somit als Schulden wahrgenommen“, betont die Schuldenberatung Burgenland.
Immer öfter trifft es junge Menschen mit geringem Einkommen. Laut Schuldnerberatung Burgenland haben im Vorjahr mehr als 43 Prozent der beratenen Personen unter 30 Jahren Arbeitslosengeld oder ein Einkommen unter dem Existenzminimum bezogen. Finanzreserven werden häufig nicht aufgebaut. Dies sei oft der Einstieg in die Schuldenspirale, heißt es.
Die Arbeiterkammer Burgenland setzt hier mit einer Infothek an. Unter www.geldundleben.at bekommt man kompakt und verständlich einen Überblick darüber, wie man sein Leben durch finanzielle Entscheidungen positiv beeinflusst. „Wir versuchen damit unseren Mitgliedern, aber auch gerade jungen Menschen das notwendige Wissen zu vermitteln, damit sie mit ihrem Arbeitseinkommen ihr Leben gut gestalten können“, erklärt Arbeiterkammer-Präsident Gerhard Michalitsch.
Tipps und Hilfestellungen
Das neueste Angebot heißt „Finanz-Check“ und ist ein Tool, mit dem man herausfindet, wie es um die eigenen Finanzen steht – kostenlos, anonym und mit maßgeschneiderten Tipps, wie man es besser machen kann. In nur wenigen Minuten gibt es Hilfestellungen, etwa in Form von „Daumenregeln“. Die Nutzer werden dabei einem von drei Geld-Typen zugeordnet und erhalten im Anschluss individuelle Wegweiser, zugeschnitten auf die Themen, die sie interessieren und beschäftigen. „Um die richtigen Geldentscheidungen zu treffen, braucht man kein Studium. Man braucht nur seine eigenen Gewohnheiten und die Einstellungen rund ums Geld kennen“, schildert. Arbeiterkammer-Expertin Stefanie Vlasits. Mit dem Finanz-Check stelle man dafür ein Werkzeug zur Verfügung. „Man muss es nur nutzen“, so Vlasits.
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