Gerade noch geschafft: Gerald Loacker, Ex-NEOS-Abgeordneter und Kandidat der Bundesregierung für den Europäischen Rechnungshof, hat die erste Hürde in Brüssel nur denkbar knapp genommen. Beim Hearing konnte er viele nicht überzeugen.
Das war knapp! Beim Hearing im Budgetkontroll-Ausschuss am Dienstag konnte Gerald Loacker, NEOS-Kandidat für den EU-Rechnungshof, nur 16 von 30 Mitgliedern von sich überzeugen. 13 stimmten gegen ihn, es gab eine Enthaltung.
Seine Performance im Hearing sei „fachlich schwach“ gewesen sein, sagen Teilnehmer. Fast eine Stunde lang musste sich der Vorarlberger den Fragen der EU-Abgeordneten stellen. Minuspunkte dürfte er auch gesammelt haben, als er auf Fragen zu seinem eigenen Nominierungsverfahren keine Antworten geben wollte. Wie berichtet, wurde die erfahrene österreichische EU-Rechnungshof-Prüferin Helga Berger bei der internen Auswahl hinter Loacker gereiht. Das sorgte für Kritik.
Loacker hatte in der Sitzung angekündigt, das Amt (Monatsgage 27.000 Euro), ohne Mehrheit im Ausschuss nicht anzutreten. Das ist nur mit Ach und Krach gelungen. Die endgültige Entscheidung über seine Bestellung fällt allerdings erst im Herbst im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg.
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