Bergtouristen aus dem Nachbarland haben oft nur wenig Zeit und wollen sich das Erlebnis nicht entgehen lassen. Heimische Bergretter verzeichnen dennoch mehr Einsätze. Sportler aus Tschechien sind aber nicht allein.
Erst am Montagnachmittag stürzte ein 23-jähriger Tscheche am Klettersteig auf der Postalm in Strobl in den Tod. Auffallend ist, dass in Salzburg sehr häufig Bürger aus dem österreichischen Nachbarland von Rettungs- und Bergungseinsätzen betroffen sind. Diesen subjektiven Eindruck bestätigt auch Richard Freicham, Landesleiter der Bergrettung Salzburg. „Sie opfern ihren Urlaub, kommen nur ein paar Tage und wollen dann auf Biegen und Brechen ihre Touren machen“, so der Bergretter, der sie als „schwierige Bergsteiger“ bezeichnet.
Dabei sind die Sportler aus Tschechien nicht allein. Generell trifft das auch auf andere Bergsteiger aus dem Osten Europas, etwa Rumänen und Bulgaren, zu.
Generell sieht Freicham die derzeitige Situation in den heimischen Bergen wegen der Hitze und Trockenheit als gefährlich an. Felsblocktouren werden im Moment eigentlich nicht gegangen. „Es ist einfach zu gefährlich bei der Wärme“, so der Bergretter. Als Beispiel nennt er die bekannte Dreiherrenspitze in den Tauern. „Die geht nicht mehr. Bergführer gehen nur noch auf den Großen Geiger und sonst nichts“.
Diese Probleme haben Salzburg und Österreich nicht als einzige: Im Schweizer Zermatt wurde der Aufstieg auf das berühmte Matterhorn schon als zu gefährlich eingestuft. Bergführer verzichten auf Touren, um nicht der Gefahr großer Steinschläge ausgesetzt zu sein.
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