Zu schlechtes Wetter für den Hubschrauber: Bei Kälte und Regen musste die Bergrettung Bad Hofgastein in der Nacht auf Sonntag zu Fuß ausrücken, um zwei Tschechen in der Goldberggruppe aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Beide blieben unverletzt, waren aber durchnässt und unterkühlt.
Von Sportgastein aus über die Miesbichlscharte auf 2237 Metern Seehöhe bis zum Erzwiessee sollte die Tagestour am Samstag führen. Dort wollten die Männer aus Tschechien, beide etwa Mitte 20, in einem Zelt übernachten. Um im Gebirge zurechtzukommen, setzten sie auf eine Handy-App. Diese führte sie aber über wegloses Gelände.
Zudem hatten die Wanderer eine schlechte Ausrüstung mit. Weder Schuhe, Kleidung noch Zelt waren für das Hochgebirge geeignet. Als die Tschechen nicht mehr weiterkonnten, riefen sie nach 20 Uhr die Bergrettung.
Aufgrund der schlechten Witterung musste ein zeitgleich alarmierter Polizeihubschrauber wieder abdrehen. Also ging es für zwölf Bergretter aus Bad Hofgastein per Quad und Geländewagen zur Schattbachalm im Angertal und danach mit Stirnlampen langsam über einen Jagersteig durch den strömenden Regen.
Letztendlich gelang es den Profis, eine Jagdhütte zu erreichen. Vor dieser warteten die Tschechen auf Hilfe. Gemeinsam stiegen alle noch in derselben Nacht zur Schattbachalm ab und wurden ins Tal gefahren. Auch eine Unterkunft in Bad Hofgastein organisierten die Retter, für die der Einsatz gegen 0.30 Uhr endete, noch für die Touristen.
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