Nach dem Abgang von Alexander Schlager war es klar, jetzt ist es auch offiziell: Red Bull Salzburg setzt im Tor künftig voll und ganz auf Toptalent Christian Zawieschitzky. Auf die prestigeträchtige Rückennummer 1 verzichtet der Tiroler aber. Auf der Position des „Zweiers“ möchte Salzburg noch tätig werden.
Red Bull Salzburg geht mit Christian Zawieschitzky als unangefochtenem Stammtormann in die neue Saison. Das war spätestens nach dem Abgang von Alexander Schlager zu Werder Bremen klar, am Dienstag machte der Klub diese Entscheidung auch offiziell.
„Auch meine Mama war sprachlos“
„Bei meiner Vertragsverlängerung (im Mai, Anm.) wurde mir dieser Weg vom Klub perspektivisch schon aufgezeigt. Über diese Chance habe ich mich wirklich extrem gefreut, und auch meine Mama war erst mal sprachlos, als es so weit war“, erklärte der Tiroler, der vor einem Jahr bei der Klub-WM sein Pflichtspieldebüt für Red Bull Salzburg gab. Dabei zeigte er mit tollen Leistungen gegen Teams wie Real Madrid auf. Nach Schlusspfiff bekam er dafür das Trikot von Toptorhüter Thibaut Courtois.
Mit 19 Jahren neuer Rückhalt bei einem Klub wie Salzburg – und dennoch ist „Zawi“, wie er im Team neben „Chris“ genannt wird, überhaupt nicht nervös. „Ich genieße es gerade sehr und freue mich einfach, dass mir dieses Vertrauen entgegengebracht wird. Deswegen überwiegt absolut die Vorfreude“, sagte Zawieschitzky.
„Wir haben Chris die Nummer eins angeboten“
Marcus Mann, Geschäftsführer Sport bei Red Bull Salzburg, streut dem Toptalent Rosen: „Für uns als Klub war schon länger klar, dass Chris früher oder später spielen wird. Im Sommer sind wir dann zu dem Entschluss gekommen, dass er nun für diesen nächsten Schritt bereit ist.“ Auch mit Cheftrainer Danny Röhl, der sich erst kürzlich gegenüber der „Krone“ zu einer möglichen Beförderung des Tirolers äußerte, habe man von Anfang an über dieses Thema gesprochen. Was Mann noch verrät: „Wir haben Chris sogar die Trikotnummer eins angeboten.“
Die wollte der 19-Jährige aber nicht. Zawieschitzky bleibt bei der Rückennummer 52. „Die war meine allererste Profinummer und hat für mich über die Jahre aus unterschiedlichen Gründen einfach sehr an Bedeutung gewonnen – nicht nur, damit ich meinen Geburtstag am 02. Mai nicht vergesse“, erklärte der Tormann. Auch die Football-Legende Ray Lewis spielt dabei eine große Rolle. Früher schaute sich Zawieschitzky gerne Videos des Footballers an. „Irgendwann ist mir aufgefallen, dass er ja auch die Nummer 52 trug“, sagte der Tiroler. Zu guter Letzt kenne er keinen weiteren Schlussmann, der seine Nummer trägt. „So kann ich quasi meine ganz eigene Geschichte schreiben.“
„Muss Rolle als Nummer zwei voll annehmen“
Während die Position des Stammtormanns damit fixiert ist, steht noch nicht fest, wer im Falle des Falls für Zawieschitzky einspringt. Fix ist, dass noch ein Goalie kommen soll. „Es muss jemand sein, der diese Rolle als Nummer zwei voll und ganz annimmt, im Fall der Fälle aber eben auch die nötige Qualität besitzt, um jederzeit spielen zu können“, erklärt Sportboss Mann. Aktuell befinde man sich in ersten Gesprächen.
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