Drei Brände in nur zwei Tagen im Bundesland Salzburg: Die Einsatzkräfte zeigten aufgrund der zurzeit herrschenden Trockenheit kreative Lösungen beim Löschen von Bränden – von Wasser aus dem Freibad bis zu mit Löschwasser gefüllten Gülle-Anhängern. Die „Krone“ sprach dazu mit dem Landesfeuerwehrkommandanten.
Mit Wasser vom Schwimmbad den Großbrand in Anthering gelöscht: Das war die „Krone“-Schlagzeile, nachdem am Sonntag ein 150 Jahre alter Bauernhof in Flammen aufgegangen war. Da das Löschwasser aus den Hydranten nicht reichte, um der Feuersbrunst Herr zu werden, legten Floriani-Jünger kurzerhand Leitungen zu mehreren Teichen umliegender Bauern sowie dem Antheringer Freibad.
Löschwasser in den Gülle-Anhänger
In Anif füllte die Feuerwehr sogar drei an Traktoren angehängte Gülle-Fässer mit Wasser, um das brennende Strohfeld am Sonntagnachmittag zu löschen. Wie berichtet entzündete sich eine Heuballenpresse – bedingt durch einen technischen Defekt. Eine etwa fünf Fußballfelder große Fläche verbrannte.
Und auch am Montag gab es Feuer: in einem Waldstück im Adneter Riedl. Von einer Aussichtsbank aus breitete es sich auf etwa 20 Quadratmeter aus, bevor Halleiner und Adneter Einsatzkräfte es löschten.
Mehr Auswirkungen auf die Brandentwicklung
Die drei Brände in zwei Tagen nahm die „Krone“ zum Anlass und fragte den Landesfeuerwehrkommandanten Günter Trinker: Erschwert die Trockenheit die Arbeit der Feuerwehren? „Es hat natürlich Auswirkungen.“ Das sei vor allem in Anif zu beobachten gewesen: Aufgrund des sehr trockenen Strohs konnten sich die Flammen binnen kürzester Zeit weitflächig ausbreiten. Eine längere Trockenphase kann Bäche austrocknen lassen. Dieses Wasser fehle dann bei Löscheinsätzen. Allgemein wirke sich die Trockenheit aber stärker auf die Brandentwicklung als auf die Versorgung mit Löschwasser aus, betont Trinker. Es gehe vor allem darum, wo es brennt: In bebauten Gebieten sei die Versorgung besser zu bewerkstelligen, als an abgelegenen Orten. Heuer seien auch mehr Waldbrände als sonst zu verzeichnen.
„Die Ortsfeuerwehren wissen, wo sie Wasser entnehmen können. Und in den Plänen sind beispielsweise größere private Pools enthalten. Natürlich werden diese nur im Notfall genutzt“, so Trinker. Anders gesagt: Der Pool im Garten kann zum „Joker“ für einen Löscheinsatz werden. Das Wasser bekommen die Pool-Besitzer natürlich wieder zurück.
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