Andrea und Manfred Passeil leben nahe Gnas (Steiermark) fast wie im Paradies – doch über der Idylle liegt ein dunkler Schatten. Sie sollen, so wie alle Halter, ihre (handzahmen) Sikahirsche töten, weil die EU diese Art ausrotten will. Ein Antrag zur Ausnahme gibt nun Hoffnung.
Ein einziger Pfiff von Manfred Passeil genügt – und schon streckt das Leittier „Puppi“ seinen Kopf aus dem Wald und galoppiert in Windeseile auf seinen Besitzer zu. Die gesamte Herde folgt ihm, hofft auf Leckerbissen wie trockenes Brot oder Äpfel – und das bekommen sie auch. „Schauen Sie einmal, wie meine Tiere mir vertrauen“, sagt der Landwirt, während sich die feuchten Schnauzen in seine Hand schmiegen. „Und die soll ich umbringen lassen? Einfach so, aus Willkür, ohne jeglichen Sinn dahinter? Bestimmt von Menschen, die einen Sikahirsch wahrscheinlich noch nie aus der Nähe gesehen haben? Nein. Sicher nicht. Für unsere Tiere kämpfen wir bis zum Äußersten.“
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