WM 2026 im TICKER

Heute LIVE: Halbfinale Frankreich gegen Spanien

Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Erstes Halbfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Vizeweltmeister Frankreich trifft auf Europameister Spanien. Wir berichten ab 21 Uhr live (siehe unten).

Hier der LIVETICKER:

Das „Finale vor dem Finale“ – Spaniens Ballkünstler treffen auf Frankreichs Starensemble, das in der K.-o.-Phase sogar noch ohne Gegentor ist. Lamine Yamal gab sich davon unbeeindruckt. „Wenn sie jemanden fürchten müssen, dann uns“, sagte Spaniens Jungstar forsch in Richtung der Franzosen. „Wir haben keine Angst.“ Mit nur einem Gegentreffer im Turnier präsentiert sich „La Roja“ selbst als Defensivbollwerk.

Lamine Yamal
Lamine Yamal(Bild: AFP/BUDA MENDES)

Auch für Lamine Yamal ist das 101. von 104 Spielen der Nordamerika-WM eine Art vorweggenommenes Finale. „Für mich sind wir die beiden besten Mannschaften dieser WM“, befand der Dribblanski vom FC Barcelona nach dem Halbfinaleinzug gegen Belgien (2:1). Er glaube, ergänzte Yamal, „seit Beginn der WM hat jeder dieses Spiel erwartet. Ich freue mich riesig darauf.“

Lamine Yamal erinnert an gewonnene Duelle
Auch der sonst so nüchtern kommentierende spanische Teamchef Luis de la Fuente kam angesichts der Begegnung ins Schwärmen. „Es wird ein fantastisches Spiel. Das wird das Finale vor dem Finale. Die zwei besten Teams im Turnier“, sagte er. Für Spanien kam seit dem Titelgewinn 2010 stets bereits im Achtelfinale das Aus, Frankreich hingegen feierte 2018 den Titel und stand auch 2022 im Endspiel. „Natürlich treffen wir auf einen ganz großen Giganten des Fußballs, aber wir sind in der Lage, dieses Spiel zu gewinnen“, meinte De la Fuente.

Luis de la Fuente
Luis de la Fuente(Bild: AFP/PAUL ELLIS)

Die Hoffnungen der Iberer ruhen, wie könnte es anders sein, auf Lamine Yamal, der am Montag Geburtstag feierte. Vielleicht gelingt ihm ja mit 19 der ganz große Auftritt, auf den die Welt bei dieser WM noch wartet. Sein Team könne mit dem größtmöglichen Selbstvertrauen in die Partie gehen, behauptete der Teenager, dem die Schlagzeilen gehören. „Wir sind die, die sie schon hinausgeworfen haben“, betonte Yamal mit Blick auf die letzten Begegnungen – ein 2:1 im EM-Halbfinale 2024 und ein 5:4 im Halbfinale der Nations League vor einem Jahr.

Der Turnierbaum:

Offensiv-Wucht trifft auf Abwehrfestung
Spaniens Abwehr gleicht in Nordamerika bisher einer Festung. Weniger als zehn Bälle flogen direkt auf das Tor von Keeper Unai Simon. Doch nun wird die hochkarätigste Offensive, die der Weltfußball aktuell zu bieten hat, dagegen anstürmen. Kylian Mbappé (8 Tore) oder Ousmane Dembele (5) fanden, mitunter genial eingesetzt von Michael Olise, noch gegen jeden Gegner eine Lücke. Viermal bereits erzielten die „Bleus“ drei Tore oder mehr bei dieser WM. Sie bewiesen aber nicht nur spielerische Klasse, sondern behielten auch kühlen Kopf – wie beim umkämpften 1:0 im Achtelfinale gegen Paraguay.

Michael Olise
Michael Olise(Bild: AFP/MAURO PIMENTEL)

Befürchtungen, als Mbappé beim 2:0 im Viertelfinale gegen Marokko mit eingebundenem Knöchel auf der Bank Platz nahm, erwiesen sich als unbegründet. „Ich habe einen Schlag auf den Knöchel bekommen, aber es ist alles in Ordnung“, sagte Mbappé. Im Wettschießen mit Lionel Messi (21 Tore) um den WM-Rekord steht für den 20-fachen WM-Torschützen also die nächste Runde an.

Frankreich um drittes WM-Endspiel in Folge
Frankreich spielte in vier der jüngsten sieben WM-Endspiele mit – Gedanken an das Finale am 19. Juli in East Rutherford verbat sich die „Equipe Tricolore“ jedoch. „Wir bleiben bescheiden, wir werden nicht in diese Falle tappen“, versprach Verteidiger Ibrahima Konate. Für den scheidenden Teamchef Didier Deschamps wäre mit einem Erfolg gegen Spanien der dritte Einzug in ein WM-Finale in Serie verbunden – das schaffte bisher noch kein Nationaltrainer. Der 57-Jährige konnte Frankreich zum Ende seiner Amtszeit hin noch einmal weiterentwickeln: Von einer Mannschaft, die mit defensiver Stabilität und gnadenlosem Umschaltspiel 2018 Weltmeister wurde zu einem spielstärkeren Team, das sich nicht mehr vollkommen auf Mbappés Brillanz wie noch 2022 verlässt.

Kylian Mbappé
Kylian Mbappé(Bild: AFP/ODD ANDERSEN)

Eine Auswahl, die laut dem Superstar noch Luft nach oben hat. „So wie es derzeit aussieht, ist es nicht die beste Nationalmannschaft, in der ich je gespielt habe, aber vielleicht die mit dem größten Potenzial, mit der wir optimistisch in die Zukunft blicken können“, sagte Mbappé. „Das ist eine Mannschaft, mit der wir träumen können, auch wenn die besten Mannschaften diejenigen sind, die gewinnen.“ Besondere Zuschreibungen hält der 27-Jährige deshalb (noch) für verfrüht. „Wir müssen uns erst noch beweisen, ehe man uns als unbesiegbar, oder wie auch immer, bezeichnen kann.“

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