Halbjahres-Bilanz 2026

Schon zwei von drei Autos mit alternativem Antrieb

Wirtschaft
09.07.2026 12:00

Die österreichischen Straßen werden immer grüner! Eine aktuelle Auswertung von Statistik Austria zeigt, dass der Siegeszug der alternativen Antriebe im ersten Halbjahr 2026 ungebrochen ist. Erstmals liegt der Anteil der neu zugelassenen Pkw mit E-Antrieb oder Hybridtechnik bei 65,5 Prozent. Reine Verbrenner sind damit auf dem Rückzug.

Es ist ein regelrechter Paradigmenwechsel, der sich gerade auf den heimischen Straßen abspielt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 164.529 neue Personenkraftwagen zugelassen – ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Manuela Lenk, Generaldirektorin der Statistik Austria: „Der Aufwärtstrend bei den Pkw-Neuzulassungen hält an.“ Doch die eigentliche Sensation verbirgt sich im Detail: 107.836 dieser Neuwagen, also fast zwei Drittel, rollen mit einem alternativen Antriebssystem zu den Kunden. Das ist ein Anstieg von mehr als 27 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.

Manuela Lenk, Generaldirektorin der Statistik Austria: „Der Aufwärtstrend bei den ...
Manuela Lenk, Generaldirektorin der Statistik Austria: „Der Aufwärtstrend bei den Pkw-Neuzulassungen hält an.“(Bild: KLAUS_RANGER)

Hybride explodieren, Diesel stürzen ab
Besonders die Hybrid-Modelle liegen im Trend. Mit 60.910 Neuzulassungen wurden um ein Drittel (plus 33,5 Prozent) mehr Benzin-Hybride zugelassen als noch vor einem Jahr. Aber auch die reinen Elektroautos legen kräftig zu: 40.060 E-Pkw wurden neu angemeldet, was einem Plus von 27 Prozent entspricht. Der klassische Diesel hingegen erlebt einen dramatischen Einbruch, hier gab es ein Minus von 8,3 Prozent. Das liegt freilich auch daran, dass die Hersteller ihr Angebot an Diesel-Modellen stark reduziert haben. Aber die Benziner verlieren ebenfalls langsam aber sicher an Boden.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Die Firmen kaufen – die Privaten schauen zu
Doch wer kauft sich eigentlich all diese Hightech-Fahrzeuge? Die Statistik liefert die Antwort: Es sind vor allem die Unternehmen und die öffentliche Hand, die den Wandel vorantreiben. Ganze 64,2 Prozent aller Neuwagen wurden von Firmen, juristischen Personen oder Gebietskörperschaften zugelassen. Der private Autokäufer ist mit nur 35,8 Prozent in der Minderheit. Bei den Elektroautos sieht es ähnlich aus: Nur etwas mehr als ein Drittel (34,2 Prozent) der neuen E-Pkw werden von Privatpersonen gekauft – was die Diskussion um die Notwendigkeit neuer Förderungen für Private weiter anheizen dürfte.

VW vorn, BMW verliert – und Kia explodiert bei E-Autos
Und welche Marken sind bei den Österreichern am beliebtesten? Die Dominanz von Volkswagen bleibt ungebrochen. Der Wolfsburger Riese kommt mit einem Anteil von 13,9 Prozent auf den ersten Platz, gefolgt von Škoda (10,7 Prozent), Audi (6,6 Prozent) und BMW (6,3 Prozent). Während viele etablierte europäische Marken meist zulegen konnten – allen voran Seat mit plus 19,5 Prozent, Mercedes mit 17,3 Prozent und VW selbst mit 13,7 Prozent -, gab es auch einige Verlierer. Dacia und Toyota mussten beide ein Minus von 6,7 Prozent verkraften, und auch BMW verbuchte mit -2,3 Prozent einen leichten Rückgang.

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