Fast zwei Jahre lang tobte einer der bittersten Hollywood-Streits der vergangenen Jahre. Vorwürfe, Gegenklagen, öffentliche Demütigungen und ein erbitterter Kampf vor Gericht: Blake Lively (38) und Justin Baldoni (42), die einst gemeinsam für den Kinohit „It Ends With Us“ vor der Kamera standen, wurden zu erbitterten Gegnern.
Jetzt meldet sich Baldoni erstmals nach dem Ende des Rechtsstreits zu Wort – und seine Worte gehen unter die Haut.
Familie am Limit – Ehefrau spricht von „Trauma“
Gemeinsam mit Ehefrau Emily veröffentlichte der Schauspieler und Regisseur ein emotionales Instagram-Video. Darin spricht er offen über die schweren vergangenen Monate. „Wir haben fast zwei Jahre lang nichts öffentlich gesagt“, erklärt Baldoni. Nicht, weil er nichts zu sagen gehabt habe. „Gott weiß, das hatten wir.“ Doch die Familie habe bewusst geschwiegen und darauf vertraut, dass die Justiz ihren Weg geht.
Besonders bewegend: Baldoni beschreibt, wie sehr ihn die Auseinandersetzung getroffen hat. „Es wurden so viele schmerzhafte Dinge in die Welt gesetzt“, sagt der 42-Jährige. Seine Frau Emily ergänzt leise: „Unwahre.“
Für die Familie mit den beiden Kindern Maiya (11) und Maxwell (8) seien die vergangenen Jahre eine enorme Belastung gewesen. Emily Baldoni spricht sogar von einem Trauma.
Hier ist die auf Instagram veröffentlichte Video-Nachricht des Regisseurs und seiner Frau eingebunden:
Hoffnung auf Heilung, auch wenn diese nicht geradlinig verläuft
„Wir mussten vieles verarbeiten und verstehen – wie so etwas überhaupt passieren konnte“, sagt sie. Besonders schwer sei für sie gewesen, dass vieles unter dem Deckmantel eines Kampfes für Frauen geschehen sei.
Trotz der dunklen Zeit habe die Krise die Familie enger zusammengeschweißt. Baldoni sagt: „Wir heilen. Und jeder, der schon einmal etwas Traumatisches erlebt hat, weiß, dass Heilung kein geradliniger Prozess ist.“
Schlammschlacht, die fassungslos machte
Lively („Gossip Girl“), die mit Hollywood-Star Ryan Reynolds verheiratet ist, hatte ihren Co-Star Baldoni im Dezember 2024 wegen sexueller Belästigung beim Dreh von „Nur noch ein einziges Mal“ angezeigt und ihm sowie dem Produzenten Jamey Heath in einer Klage vorgeworfen, ihren Ruf zerstören zu wollen. Baldoni („Jane the Virgin“), der bei dem Film auch Regie führte, hatte seinerseits mit einer Klage unter anderem gegen Lively und Reynolds wegen Verleumdung reagiert. Diese Klage war im vorigen November von einem Richter abgeschlagen worden.

Anfang April waren auch etliche von Livelys Vorwürfen von Gericht abgewiesen worden, darunter Vorwürfe sexueller Belästigung. Nur noch drei von zunächst 13 Punkten, darunter Vertragsbruch, sollten am Ende Gegenstand eines Prozesses sein. Im Mai kam es dann zu einer außergerichtlichen Einigung der Parteien und damit zu einer Beilegung des Gerichtsstreits. Der Richter sprach Lively aber das Recht zu, die Erstattung von Anwaltskosten zu beantragen.
Forderung nach rund acht Millionen Dollar für Anwälte
Die Schauspielerin fordert von Baldoni und Wayfarer Studios nun rund acht Millionen Dollar (etwa sieben Millionen Euro) zur Erstattung von Anwalts- und Prozesskosten. Dies geht aus Dokumenten vor Gericht in New York hervor. Laut Medienberichten muss das Team um Baldoni bis Mitte Juli auf die Forderung reagieren. Am Ende soll ein Richter über die Höhe der Geldsumme entscheiden.
Für Baldoni scheint dennoch festzustehen: Nach Monaten voller Schlagzeilen will er endlich nach vorne blicken.
Seine Botschaft an die Fans ist klar: Nicht Wut soll bleiben – sondern Heilung. Und genau mit diesen Worten beendete er sein erstes öffentliches Statement seit dem Ende des Hollywood-Dramas: „Wir heilen.“
Die Romanverfilmung des gleichnamigen Bestsellers von US-Autorin Colleen Hoover dreht sich um ein Liebespaar, gespielt von Lively und Baldoni, in einer missbräuchlichen Beziehung.
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