49-Jährige verhaftet

Japan: Frau soll Mitbewohnerin Mund zugenäht haben

Ausland
09.07.2026 12:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eine 49-jährige Japanerin soll in Koga nahe Tokio ihre Mitbewohnerin schwerst misshandelt und ihr sogar den Mund zugenäht haben. Das Opfer konnte flüchten, die mutmaßliche Täterin wurde festgenommen. 

Bereit am 29. Juni wurde die Teilzeit-Angestellte Masae S. in ihrer Wohnung verhaftet, nachdem ihre Mitbewohnerin den mutmaßlichen Misshandlungen entkommen war. 

Das Opfer war in ein nahe gelegenes Geschäft geflüchtet und hatte einen Zettel mit der Aufschrift „Hilfe! Ich kann nicht sprechen!“ in der Hand gehalten. Der 42-jährigen Frau waren die Lippen mit einem Faden fest zugenäht worden, berichtet „Japan Daily“.

Es wird nun ermittelt, ob die 49-Jährige alleine gehandelt hat oder weitere Mitbewohner in die Misshandlungen involviert waren. Zeugen wollen gesehen haben, wie auch andere Personen in das Haus gekommen waren. Die Verdächtige soll nämlich immer wieder Menschen mit Problemen, die eine Schlafmöglichkeit benötigten, bei sich aufgenommen haben. „Sie haben keinen Ort, an den sie gehen können, deshalb können sie bei uns wohnen“, soll die 49-Jährige einmal gegenüber Nachbarn erklärt haben.

Das Opfer hatte ausgesagt, ihre Mitbewohnerin sei nach einem Streit wütend geworden und auf sie losgegangen. Dabei habe sie ihr dann den Mund zugenäht. Die mutmaßliche Täterin wird nun wegen Körperverletzung angezeigt. Zudem wird auch wegen Freiheitsberaubung ermittelt.

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