Nach monatelangen Ermittlungen ist der Wiener Polizei offenbar ein großer Schlag gegen die Wohnungseinbruchskriminalität gelungen. Ein 64-jähriger Bulgare wurde nach umfangreichen Ermittlungen festgenommen. Vor allem in Meidling trieb der Einbrecher seit Februar 2025 sein Unwesen. Manche Häuser „besuchte“ der Mann sogar mehrfach.
Spätestens ab jenem Februar häuften sich auf Meidlinger Polizeidienststellen die Anzeigen wegen Einbrüchen. Es war das Grätzel zwischen Längenfeldgasse, Gaudenzdorfer Gürtel und Eichenstraße, in dem der bis Mittwoch unbekannte Einbrecher reihenweise Wohnungen knackte und ausräumte, was nicht niet- und nagelfest war.
Grätzel von Einbrecher heimgesucht
Ermittler des Landeskriminalamtes kamen einem Bulgaren (64) als Verdächtigen auf die Schliche. Der tobte sich in besagtem Grätzel richtiggehend aus. 70 Wohnungen sind als Tatorte bekannt. Die Türen dürfte er mit einem Gabelschlüssel als Werkzeug aufgezwängt haben.
Der 64-Jährige hatte es bei der Beute auf nichts Spezielles abgesehen. Bei ihm wurde etwa ein teurer MacBook-Laptop sichergestellt, ebenso Bargeld.
Der Tatverdächtige verweigerte die Aussage zu den Tatvorwürfen und wurde in eine Justizanstalt gebracht.
Polizeisprecherin Julia Schick
Gestohlen haben dürfte der Bulgare aber alles – von Handtaschen über Uhren, Schmuck und Sonnenbrillen bis hin zu Dokumenten wie Führerscheinen und E-Cards. Brachte ihm ein Haus „Glück“, suchte er jenes Gebäude oft noch einmal heim – ein Bau war beispielsweise dreimal von Einbrüchen ein und desselben Täters betroffen.
Verdächtiger verweigert die Aussage
Am 8. Juli, kurz nachdem er erneut eine Wohnung ausgeräumt hatte, wurde der Verdächtige in Favoriten gefasst. Äußern wollte sich der 64-Jährige zu den ihm vorgeworfenen 70 Einbrüchen zwar nicht. Er wurde aber dennoch in eine Justizanstalt gebracht.
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