Mitarbeiter entlastet

Stern-Drama: Ermittlungen gegen Stadt eingestellt

Steiermark
09.07.2026 12:46

Zu Silvester 2023/24 kam es im Grazer Lokal Stern zu einem Brandinferno – eine Niederösterreicherin starb, mehrere Gäste erlitten teils schwere Verletzungen. Im Visier der Ermittlungen standen auch sechs Mitarbeiter der Stadt Graz – sie sollen die Lokalbeschau schleifen haben lassen. Nun ist klar: Die Ermittlungen wurden eingestellt!

Nach dem furchtbaren Silvester-Inferno im Grazer Lokal Stern mit einer Toten und zahlreichen zum Teil schwer Verletzten wurde der damalige Lokalbetreiber zu 18 Monaten Haft verurteilt – zwölf davon bedingt. Ermittelt wurde aber nicht nur gegen ihn. Im Mittelpunkt standen auch sechs Mitarbeiter der Feuerpolizei sowie der Bau- und Anlagenbehörde der Stadt Graz. Der Verdacht: Amtsmissbrauch!

Feuerpolizeiliche Überprüfung stand im Visier
Im Raum stand, dass das Inferno möglicherweise verhindert werden hätte können. Es kam nämlich heftige Kritik an nachlässigen Brandschutz-Kontrollen in den Grazer Betrieben auf. Die Staatsanwaltschaft Graz untersuchte daher, ob es Vernachlässigung in der feuerpolizeilichen Überprüfung gegeben hat und ob Auflagen nicht eingehalten wurden.

Nun ist klar: Die Mitarbeiter können aufatmen, das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt. Das bestätigt Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, der „Krone“ auf Anfrage: „Die Einstellung ist erfolgt, weil die strafrechtliche Verantwortlichkeit nicht mit der für ein Strafverfahren erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden konnte.“

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