Die Österreicher verbringen immer mehr Zeit am Smartphone. Das belegen die jüngsten Zahlen des Telekomregulators RTR. So haben wir im Vorjahr über 100 Milliarden Chatnachrichten über WhatsApp, Signal & Co. verschickt. Das sind stolze 2,9 Milliarden mehr als 2024. Gleichzeitig hat auch die Videotelefonie weiter zugelegt.
Nicht nur beim US-Präsidenten Donald Trump stehen Kurznachrichten hoch im Kurs. Auch die Österreicher nutzen WhatsApp, Signal & Co. immer öfter am Smartphone oder Tablet. Im vergangenen Jahr wurden hier erstmals mit 102,4 Milliarden Chatnachrichten die magische 100-Milliarden-Marke überschritten. Im Jahr davor lag man mit 99,5 Milliarden noch knapp, 2023 mit 94,5 noch deutlich darunter, berichtet der Rundfunk- und Telekomregulator (RTR).
Rund 35 Chatnachrichten pro Tag
Heruntergerechnet auf jeden Österreicher über zehn Jahre bedeutet dies, dass wir im Durchschnitt pro Tag rund 35 bzw. jährlich 12.500 Chatnachrichten verschicken – Tendenz weiter steigend.
Telefonieren über Messenger-Dienste hat auch zugelegt
Aber nicht nur Chats, auch das Telefonieren mit Messenger-Diensten wird immer beliebter. So wurden im Vorjahr stolze 33,7 Milliarden Minuten vertelefoniert – ebenfalls ein Anstieg zu 2024. „Dieses Nutzungsverhalten spiegelt sich natürlich auch in der Produktwahl der Nutzer wider, die Nachfrage nach mobilen Breitbandanschlüssen mit Flatrate nahm im letzten Jahre ebenfalls, wie zu erwarten war, zu“, erklärt Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR. Im Schnitt verbrauchen Nutzer von Smartphone-Tarifen mit Flatrate mit 31 Gigabyte im Monat rund dreimal so viel wie jene ohne Flatrate (10,6 Gigabyte/Monat).
Nachdem klassisches Telefonieren während Corona eine Renaissance erlebt hatte, ging es seither wieder zurück. Verplauderten wir im vierten Quartal des Vorjahres 5,9 Milliarden Gesprächsminuten, waren es im Vergleichsquartal 2024 noch 6,2 Milliarden.
Mehr Breitband-Festnetzanschlüsse verfügbar
Auch der Breitband-Ausbau schreitet weiter voran. Laut RTR-Statistik wurden im Vorjahr bereits 37,8 Prozent der Festnetz-Breitbandschlüsse mit Bandbreiten von über einem Gigabit/Sekunde (Gbit/s) angeboten. Wie die „Krone“ berichtete, ist die Nutzungsrate jedoch sehr niedrig – nur jeder fünfte Anschluss wird genutzt.
Geschwindigkeit bei 5G deutlich höher
Was die tatsächlichen Download-Geschwindigkeiten betrifft, hat die neueste 5G-Technologie klar die Nase vorn. Die Geschwindigkeit lag dort zuletzt im Schnitt in Österreich bei 149,9 Megabit/Sekunde. Im Vergleich dazu ist die Technik mit 4G (LTE) mit durchschnittlich 56,9 Megabit/Sekunde fast dreimal langsamer.
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