In einer Grundsatzrede zur künftigen Ausrichtung der steirischen Sozialdemokratie am Montagabend zog Landesparteichef Max Lercher einen Schlussstrich. Als weiterer konsequenter Schritt nach dem Wahldebakel in Graz wurde in einer Sitzung des Landesparteivorstandes der bisherige Vorstand der SPÖ Graz einstimmig und mit sofortiger Wirkung aufgelöst.
Polit-Paukenschlag nach dem Wahldebakel in Graz (die SPÖ unter Doris Kampus stürzte auf 5,6 Prozent ab): Bei einer Sitzung am Montagabend beschloss der rote Landesparteivorstand, die zerstrittene und im Chaos versinkende SPÖ Graz aufzulösen und neu zu gründen.
Bis zum Herbst nächsten Jahres werde die Stadtpartei neu aufgestellt, die Geschäfte führt bis dahin Hannes Schwarz. „Keiner glaubt mehr an den zehnten weichen Reformprozess“, betonte Landesparteichef Max Lercher. „Die Auflösung des bisherigen Vorstandes bedeutet Startschuss für ein neues Kapitel.“
Klare Schwerpunkte
Die inhaltliche Trennlinie zur politischen Konkurrenz zieht Lercher messerscharf und benennt die Leitplanken der neuen Ausrichtung: „Unsere Schwerpunkte für die Zukunft liegen ganz klar auf den Bereichen Gesundheit und Pflege sowie auf der Stärkung der steirischen Industrie und der Sicherung unserer Arbeitsplätze. Das sind die Säulen unseres Landes. Und wer fleißig ist, wer jeden Tag leistet, wer arbeitet, muss von seinem Einkommen anständig leben können. Das ist der Maßstab!“
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