Kärnten als Vorreiter

Stellung teils digital: Per Handy zum Wehrdienst

Kärnten
03.07.2026 08:00

In Klagenfurt präsentierten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Staatssekretär Alexander Pröll die neuen, digitalen Möglichkeiten im Stellungsverfahren. Ein Projekt, das in Kärnten erfolgreich gestartet wurde.

„Digitalisierung Wehrdienst“ – unter diesem Motto soll der Weg zum Bundesheer künftig einfacher und moderner werden. „Wir arbeiten bereits seit Jahren daran, den Grundwehrdienst attraktiver zu gestalten. Mit dem weiteren Digitalisierungsschritt schaffen wir ein zeitgemäßes Angebot für Stellungspflichtige. Die jungen Menschen wollen keine Zettelwirtschaft mehr“, erklärt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei der Projekt-Präsentation in Klagenfurt.

Die Idee dahinter: Über die neue Plattform bundesheeronline kann man schon vor dem eigentlichen Stellungstermin aktiv werden und Daten, Dokumente wie auch medizinische Befunde übermitteln. „Alles auf freiwilliger Basis“, wie Tanner betont. Das spare nicht nur Zettelwirtschaft, sondern verkürze auch die Wartezeiten vor Ort. Denn medizinische und psychologische Untersuchung in der Stellungskommission sind natürlich nach wie vor zu absolvieren.

Staatssekretär Alexander Pröll: „Die digitale Stellungsstraße zeigt, wie Verwaltung im Jahr 2026 funktionieren soll: einmal Daten eingeben, nicht mehrfach erfassen. Ladung, Infos und Bahngutschein kommen künftig direkt aufs Handy statt per Brief – das spart Zeit für die jungen Menschen und schafft bessere Datenqualität für das Bundesheer.“

Ministerin Klaudia Tanner und Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll bei der ...
Ministerin Klaudia Tanner und Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll bei der Präsentation in Klagenfurt(Bild: HBF / Carina Karlovits)

Talente frühzeitig erkennen
Gleichzeitig können Wehrpflichtige über das so genannte Talentetool ihre Interessen, Hobbys und Fähigkeiten angeben. So möchte das Heer besondere Talente frühzeitig erkennen, um für jeden angehenden Rekruten den perfekten Einsatzbereich zu finden. Nach dem erfolgreichen Projektstart in Kärnten mit 1. Juni soll das digitale Service bis Oktober 2026 österreichweit ausgerollt werden.

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