Sechs Tage verschüttet

Wunder in Venezuela: Bub (3) aus Trümmern gerettet

Ausland
30.06.2026 21:50
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wunder inmitten der Verwüstung: Sechs Tage nach den verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen dreijährigen Buben lebend aus den Trümmern geborgen. Während die spektakuläre Rettung Hoffnung macht, bleibt das Ausmaß der Katastrophe erschütternd: Mehr als 1900 Tote wurden bislang geborgen, Tausende Menschen gelten weiterhin als vermisst.

Nach Angaben des jordanischen Zivilschutzes wurde der Bub am Dienstag aus den Trümmern gerettet. Er erhielt noch an der Unglücksstelle Erste Hilfe und wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Informationen zu seinem Gesundheitszustand wurden zunächst nicht bekannt.

Mehr als 1900 Todesopfer
Am 24. Juni hatten zwei schwere Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 Venezuela erschüttert. Besonders schwer betroffen ist die Küstenregion La Guaira. Bis Dienstag wurden nach offiziellen Angaben mehr als 1900 Todesopfer geborgen. Zudem wurden mehr als 10.500 Menschen verletzt.

Tausende konnten sich retten
Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, erklärte, dass allein in den besonders betroffenen Städten Catia La Mar und Caraballeda zum Zeitpunkt der Erdbeben am Mittwochabend schätzungsweise rund 30.000 Menschen gewesen seien.

Nach Angaben der Behörden konnten sich rund 13.500 Menschen selbst in Sicherheit bringen. Weitere etwa 6400 Menschen seien in den Tagen nach den Erdbeben von Rettungskräften gerettet worden, sagte Rodríguez.

Schicksal von 10.000 Vermissten ungewiss
Von rund 10.000 Menschen in der Region La Guaira fehlt jedoch weiterhin jede Spur. Nähere Angaben zum Schicksal der Vermissten machte Rodríguez nicht. Die Such- und Rettungsarbeiten dauern an.

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