Paul Antschel, der als Paul Celan weltberühmt werden sollte, gab 1952 sein Debüt beim Schriftstellertreffen der „Gruppe 47“. Es sollte für ihn eine traumatische Erfahrung werden. Der Vorarlberger Autor Robert Schneider über die wohl größte Peinlichkeit der deutschen Literaturgeschichte.
Es ist der Mai des Jahres 1952. Im beschaulichen Flecken Niendorf am Ostseestrand treffen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Verleger, Lektoren und Literaturkritiker, um über die Literatur der noch jungen BRD zu diskutieren. 45 Zusagen hat Hans-Werner Richter, der Kopf dieser Gruppe, bekommen. Auf der Teilnehmerliste stehen damals noch völlig unbekannte Namen wie: Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, Wolfgang Hildesheimer, Walter Jens, Heinrich Böll oder Siegfried Lenz.
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