Mehrere Verletzte

Überschwemmungen und Murenabgänge in Südtirol

Ausland
29.06.2026 13:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einer mehrtägigen Hitzewelle kämpfen Italiens Einsatzkräfte jetzt mit Unwettern. In Südtirol und mehreren norditalienischen Regionen haben Starkregen, Orkanböen und Hagel zu Überschwemmungen geführt. Zudem sind Muren abgegangen. Fast 70 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Drei Wohnhäuser in Südtirol waren vorerst unbewohnbar. Sechs Menschen seien leicht verletzt worden, berichteten Südtiroler Medien. Die Lage zwischen Meran und Hafling sei weiter angespannt, da aus dem Hang noch Material nachrutschen könne. Für Montag sowie die kommenden Tage seien auch weitere kräftige Gewitter vorhergesagt. Die Feuerwehr, der Zivilschutz und die Behörden waren im Dauereinsatz, um ein erneutes Abgehen der Geröllmassen zu verhindern und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.

Auch in Vinschgau führten heftige Unwetter am Sonntag zu Murenabgängen und Straßensperren. Straßen, Apfelplantagen und Grundstücke wurden verschüttet. Die Einsatzkräfte beseitigten Schlamm und Geröll, pumpten überflutete Bereiche aus und sicherten die Verkehrswege.

Hier sehen Sie ein Foto vom Einsatz in der Lombardei:

Orkanböen und Erdrutsche in der Lombardei
Aus den lombardischen Alpenregionen Valtellina und Valchiavenna wurden Starkregen, Orkanböen, Hagel, Erdrutsche und umgestürzte Bäume gemeldet. Zahlreiche Keller und Garagen liefen voll. Mehrere Straßen mussten wegen kleinerer Erdrutsche vorübergehend gesperrt werden. Auch der Bahnverkehr wurde unterbrochen. Weitere Unwetter gab es am Sonntagabend in weiten Teilen der norditalienischen Region Piemont, darunter in der Stadt Turin. Zuvor war der Tag mit bis zu 38 Grad Celsius für die Region ungewöhnlich heiß gewesen.

In Süditalien geht die Hitzewelle unterdessen weiter. In Rom und Neapel wurden Temperaturen um die 40 Grad gemeldet. Ein 75-jähriger Mann starb am Strand von Cala Liberotto auf Sardinien, nachdem er unter einem Sonnenschirm einen Schwächeanfall erlitten hatte. Aufgrund der hohen Temperaturen bieten inzwischen zahlreiche Städte Angebote wie kostenlose Schwimmbäder sowie öffentliche klimatisierte Gebäude an.

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