Schon einzelne Kopfbälle im Fußball können offenbar das Gehirn belasten. Niederländische Forscher haben nachgewiesen, dass sich nach einem Kopfball bestimmte Demenzmarker im Blut zumindest vorübergehend verändern.
Bereits seit Längerem ist bekannt, dass ehemalige Profifußballer im Laufe ihres Lebens ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen haben. Studien zeigen, dass sie zwei- bis dreimal häufiger an degenerativen Gehirnerkrankungen leiden als andere Menschen – möglicherweise aufgrund der wiederholten Belastung des Kopfes durch Kopfbälle.
Die akuten Auswirkungen einzelner Kopfbälle auf das Gehirn sind jedoch noch unklar“, schrieben die Forscher um Marsh Königs im Fachjournal „JAMA Neurology“. Kurzfristige Folgen gelten als sicher, doch welche langfristigen Auswirkungen diese Veränderungen haben, ist allerdings noch nicht geklärt.
Zeitlich begrenzter Einfluss
„Eine erhöhte Zahl von Kopfbällen korrelierte mit einem stärkeren Anstieg der Konzentrationen von S100B und p-tau217“, so die Wissenschafter in ihrer Originalpublikation. Kopfbälle mit größerer Wucht, zum Beispiel, wenn die Bälle aus größerer Entfernung geschossen worden waren, bewirkten ebenfalls einen stärkeren Anstieg der Konzentration an den getesteten Proteinen im Blut. Die gute Nachricht: „Die beobachteten Biomarkererhöhungen normalisierten sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden.“
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