Österreichs Staatsschulden sind bis Ende März 2026 um 13,3 Milliarden Euro gestiegen. Damit lagen sie bei insgesamt 431,1 Milliarden Euro, wie Statistik Austria am Dienstag bekannt gab. Die neuen Schulden seien aufgenommen worden, um das laufende Defizit zu finanzieren, aber auch, um die Einlagen zu erhöhen, hieß es.
Das Defizit lag Ende März bei 7,3 Milliarden Euro beziehungsweise 5,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die zusätzlichen Schulden lassen sich laut Statistik Austria großteils auf den Bundessektor zurückführen. 14,1 Milliarden Euro kamen dort hinzu. „Mit dieser Reserve stellt der Bund vorsorglich Liquidität sicher“, sagte Manuela Lenk, statistische Generaldirektorin der Statistik Austria.
Im Landessektor stiegen die Schulden um 0,7 Milliarden Euro, im Gemeindesektor um 0,2 Milliarden. Bei den Sozialversicherungen wurden die Verbindlichkeiten reduziert, Statistik Austria spricht jedoch von einer Momentaufnahme, da es in diesem Bereich immer wieder kurzfristige Finanzierungen und damit unterjährige Schwankungen gebe.
Mehr Ausgaben als Einnahmen
Ein weiteres Ergebnis der Statistik: Im ersten Quartal 2026 gab der Staat 67,8 Milliarden Euro aus, nahm aber nur 60,5 Milliarden Euro ein. Auch für das Defizit ist vor allem der Bund verantwortlich.
Eine erste Stellungnahme kam am Dienstag von der FPÖ. „Die aktuellen Zahlen sind ein unübersehbares Warnsignal (...). Es ist eine überaus bedenkliche Entwicklung, wenn der Staat mit schuldenfinanzierten Ausgaben das Wachstum künstlich in die Höhe treibt, während der private Sektor gleichzeitig gezwungen ist, jährlich tausende Arbeitsplätze einzusparen“, sagte Budgetsprecher Arnold Schiefer.
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