Zollbeamte haben 2025 am Flughafen Wien-Schwechat das Gepäck von mehr als 34.000 Reisenden genau unter die Lupe genommen und dabei exakt 5003 Gegenstände sichergestellt. Unter den Aufgriffen befanden sich neben Drogen, illegal eingeführtem Bargeld oder Potenzmitteln auch Kurioses.
Etwa 280 Zöllnerinnen und Zöllner der Dienststelle Ost, davon 220 auf dem Flughafen, kontrollieren, ob sich die Reisenden an die Gesetze halten. Zum Personal zählen auch sieben Hunde, die auf Drogen, Artenschutz, Bargeld etc. spezialisiert sind. Die mobile Kontrolle der Dienststelle Ost führte 434 Einsätze durch und überprüfte u.a. 86.955 Fahrzeuge, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Bilanz hervorgeht.
Beim Schmuggel von Tabakwaren gab es der Bilanz des Finanzministeriums vom Dienstag zufolge 1667 Aufgriffe. Dabei wurden u.a. 4,457.565 Stück Zigaretten, 285,5 Kilogramm Roll- und 96,6 Kilogramm Wasserpfeifentabak beschlagnahmt. Der größte Schlag gelang den Beamten mit der Sicherstellung von 174.600 Zigaretten.
Hunderte Kilogramm Drogen, Potenzmittel und lebende Warane
Im Bereich Suchtgift verzeichnete die Dienststelle Ost 104 Aufgriffe. Dazu zählten mehr als 191 Kilo Cannabis, 17,6 Kilo neue psychoaktive Substanzen sowie mehr als elf Kilo psychotrope Stoffe. Weiters wurden 62 Kilo und 41.503 Stück Arzneiwaren sichergestellt. In diesem Bereich sind 72 Aufgriffe erfolgt. Allein 24.936 Potenzpillen fanden sich in zwei Reisetaschen aus Delhi.
77 Aufgriffe verzeichnete die Dienststelle Ost im Bereich Artenschutz. Ein besonders bemerkenswerter Fall waren dabei sieben lebende Warane aus Doha. Ebenfalls beschlagnahmt wurden 5.359 Kilo Fleisch und Fleischerzeugnisse sowie 3006 Kilo Milch und Milcherzeugnisse. Kuriosa wie ein Hut mit Schlangenknochen, der an „Crocodile Dundee“ erinnert, ein Kopfschmuck aus Papageienfedern oder eine Pfeife aus Elfenbein waren auch unter den Fundstücken.
Bargeld in Millionenhöhe
Bei der Cash-Control wurden 59 Aufgriffe mit einer Bargeldmenge von 2,053.394 Euro verzeichnet. 804 Fälle betrafen Schmuck mit einem Wert von 4,249.945 Euro, hinzu kamen Textilien und Taschen für 357.719 Euro sowie Uhren für 281.214 Euro. Bei der Bekämpfung von Produktpiraterie kam es 2025 zu 84 Aufgriffen. 91.186 Stück gefälschte Waren mit einem geschätzten Wert von 7,137.680 Euro wurden dem Finanzministerium zufolge festgestellt.
18 Millionen Koffer sind zu kontrollieren
Der Flughafen Wien sei ein Hotspot im Reiseverkehr, sagte Staatssekretärin Eibinger-Miedl. Sie appellierte vor der nun beginnenden Urlaubssaison auch, sich über Bestimmungen zu informieren, was etwa Mitbringsel aus Ferienregionen angeht. Flughafen-Vorstand Günther Ofner verwies auf 18 Millionen Koffer pro Jahr, die auf dem Airport zu kontrollieren seien (50.000 pro Tag) und auch sechs Millionen Pakete, die durchgeschleust würden (13.000 pro Tag). Das Reisegeschehen bezeichnete er trotz der entsprechenden Überprüfungen als ungestört.
Zoll-Dienststellenleiterin Anita Csenar berichtete von etwa auf 18 Prozent mehr Aufgriffen beim Artenschutz. Und 2026 seien es schon jetzt mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Die Sicherstellungen bei Suchtgift, insbesondere Cannabis, seien um 50 Prozent gestiegen, bei Arzneiwaren um 100 Prozent. Was die Aufgriffe angeht, erwartet Csenar, dass auch 2026 „erfolgreich“ wird.
Der Flughafen Wien hat im vergangenen Jahr 32,6 Millionen Passagiere abgefertigt. Das waren so viele wie nie zuvor in der Geschichte des Airports in Schwechat. 2026 werden 30 Millionen Fluggäste erwartet.
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