Nach Blitzeinschlägen

Hunderte Feuerwehrleute kämpften gegen Waldbrände

Salzburg
29.06.2026 08:08
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Feuerschein und Rauch – genau das meldeten zahlreiche Anrufer der Feuerwehr am Sonntagabend. In Werfenweng, in Hüttau und im Lammertal waren nach Blitzeinschlägen gleich drei Waldbrände ausgebrochen. Regen half bei den Löscharbeiten, machte aber Hubschraubereinsätze unmöglich.  

Was für eine unruhige Nacht! Gleich mehrfach mussten Hunderte Feuerwehrleute im Pongau und im Tennengau in der Nacht auf Montag ausrücken. Für die Freiwillige Feuerwehr Bischofshofen startete der Einsatz-Marathon mit einem umgestürzten Baum auf der Hochkönig Straße (B164).  

Noch bevor dieser mittels Kettensäge entfernt werden konnte, brach der erste Waldbrand am Breitspitz in Hüttau aus. Die Anfahrt über enge Forstwege war für die schweren Tanklöschfahrzeuge äußerst schwierig. Vor Ort half starker Regen beim Löschen – doch es brannte bereits erneut: Eine Jagdhütte im Hüttauer Ortsteil Sonnberg stand in Flammen. 

Brennende Jagdhütte nur zu Fuß erreichbar
Die Hütte konnte nicht einmal mit dem geländegängigen Unimog erreicht werden. Deshalb mussten die Feuerwehrleute alle Werkzeuge zum Einsatzort tragen – bei widrigen Wetterverhältnissen. Gegen 00.30 Uhr konnte hier schließlich das „Brand Aus“ gegeben werden. 

Die Jagdhütte war nur zu Fuß erreichbar.
Die Jagdhütte war nur zu Fuß erreichbar.(Bild: Freiwillige Feuerwehr Bischofshofen)

Währenddessen rückte die Feuerwehr Werfenweng um 21.03 Uhr ebenfalls im Eiltempo aus. Oberhalb der Grundalm war ein Baum von einem Blitz getroffen worden – und auch hier mussten die Floriani die schwere Ausrüstung 120 Höhenmeter durch extrem steiles Gelände tragen.

Starker Regen half, den Brand einzudämmen. Weil die Temperaturen aber hoch blieben, musste der Baum gefällt werden. Erst danach konnte der beginnende Waldbrand komplett gelöscht werden. 

Um den Brand zu stoppen, musste der Baum gefällt werden.
Um den Brand zu stoppen, musste der Baum gefällt werden.(Bild: FF Werfenweng/Stefan Hafner)

Drohnenpiloten wurden nachalarmiert
Fast zeitgleich ging es um 21.18 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr und den Löschzug Lungötz im Tennengau mit Blaulicht in einen Einsatz. Im Lammertal hatte ein Blitz im Bereich der Riffl einen Baum getroffen und in Brand gesetzt. Hier gab es für die Feuerwehrleute allerdings keine Chance darauf, zu Fuß zu löschen. Also wurden Drohnenpiloten nachalarmiert.

Ein Feuerwehrflugretter versuchte aus der Luft zu helfen, konnte aufgrund des schlechten Wetters allerdings nicht anrücken. Der Anflug aus Oberalm musste abgebrochen werden. Auch hier kam der Feuerwehr Regen zu Hilfe. Nachdem klar war, dass sich der Brand nicht weiter ausbreiten kann, wurden weitere Arbeiten auf heute, Montag, verschoben.  

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