Hitzewellen treten in Österreich deutlich häufiger auf als noch vor 1990 und dauern inzwischen auch länger an. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Eisenstadt: Dort dauerte die längste Hitzewelle der vergangenen Jahre im Durchschnitt 18,5 Tage.

Als Hitzewelle gilt eine Periode von mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen mit Temperaturen über 30 Grad. Dazwischen können einzelne Tage mit 25 bis 30 Grad liegen, solange die durchschnittliche Höchsttemperatur der gesamten Periode bei mindestens 30 Grad bleibt.
Kein Jahr ohne Welle
Die Hitzewellen haben sich nicht nur insgesamt verlängert, sondern sind auch häufiger geworden. Gab es in den 30 Jahren der Klimaperiode von 1961 bis 1990 in Wien noch zehn Jahre ohne eine Hitzewelle gemäß der Definition, so hatte es in der Bundeshauptstadt seit 1991 jedes Jahr mindestens eine Hitzeperiode gegeben.
In allen anderen Landeshauptstädten sind die Jahre ohne Hitzewelle zumindest weniger geworden, berichtete Geosphere Austria.
Hochdruckgebiete, die für stabiles Wetter und höhere Temperaturen sorgen, treten laut dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus in Europa öfter auf. „Wenn man die letzten 20 bis 30 Jahre betrachtet, sieht man insbesondere im Sommer eine Häufung solcher Hochdrucklagen, die Hitzewellen wahrscheinlicher machen“, so Direktor Carlo Buontempo.
Ob diese zunehmende Häufigkeit tatsächlich eine Folge des Klimawandels ist oder lediglich eine „statistische Schwankung“, ist unter Wissenschaftern umstritten.
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