Royaler Paukenschlag

Charles verweigert Einzug in den Buckingham-Palast

Royals
26.06.2026 08:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schon Königin Elizabeth II. wohnte ungern „über dem Shop“ im Buckingham-Palast, wie sie es selbst formulierte. Ihr Sohn und Nachfolger, König Charles, zieht nach der millionenschweren Renovierung erst gar nicht ein. Das Symbol der britischen Monarchie soll künftig nur noch als Bühne für Staatsbankette und Empfänge dienen. 

Seit Queen Victoria ist der Buckingham-Palast das Symbol der britischen Monarchie. Charles‘ Großeltern harrten sogar während des deutschen Bombardements im Zweiten Weltkrieg dort aus. Doch König Charles III. will den klassizistischen Prachtbau in London nicht mehr bewohnen. Und das, obwohl das Schloss in den vergangenen Jahren aufwendig renoviert wurde. König Charles und seine Frau, Königin Camilla, wohnen schon seit langer Zeit im Clarence House gleich nebenan und wollen dort auch bleiben. 

Kein offizieller Wohnsitz
Wie aus dem diesjährigen Finanzbericht des Sovereign Grant hervorgeht, also dem staatlichen Topf für die Ausgaben der Royals, soll der Buckingham-Palast nach Abschluss der Renovierung im kommenden Jahr für zeremonielle Zwecke genutzt werden. Staatsbankette, Empfänge für Botschafter und andere Honoratioren sowie Ordensverleihungen wird es dort weiterhin geben. Nur ein tatsächlicher Wohnsitz wird das Schloss, anders als noch bei Queen Elizabeth II., nicht mehr sein.

König Charles mit Familie auf dem Balkon des Buckingham-Palasts – künftig soll der Palast einzig ...
König Charles mit Familie auf dem Balkon des Buckingham-Palasts – künftig soll der Palast einzig für solche offiziellen Auftritte dienen.(Bild: EPA/ANDY RAIN)

Budget der Royals wird kleiner
Mit dem Ende der Bauarbeiten wird auch das Budget der Royals kleiner werden, wie es in dem Bericht weiter heißt. Der Sovereign Grant wird demnach in den kommenden fünf Jahren von zuletzt gut 132 Millionen Pfund (153 Millionen Euro) auf 99,9 Millionen Pfund (knapp 116 Millionen Euro) schrumpfen – nachdem er zuvor erheblich gewachsen war. Weiterhin wird ein großer Teil davon für den Erhalt der royalen Immobilien draufgehen.

Das Clarence House ließen sich König Charles und seine Frau, Königin Camilla, nach dem Tod von Queen Mum im Jahr 2002 nach ihrem Geschmack einrichten – und haben später daran festgehalten. Im Buckingham-Palast werden sie auch weiterhin private Räume haben, die ein künftiges Königspaar auch wieder bewohnen könnte, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA den royalen Schatzmeister James Chalmers, den „Keeper of the Privy Purse“. Britische Medien munkeln jedoch, dass auch Thronfolger William sich keine Zukunft im Buckingham-Palast wünscht.

Hier fühlt sich der König wohl: Das Foto zeigt Charles und Camilla im Clarence House.
Hier fühlt sich der König wohl: Das Foto zeigt Charles und Camilla im Clarence House.(Bild: AFP/CHRIS JACKSON)

Immerhin London-Touristen dürfen sich freuen, denn wie aus dem Finanzbericht auch hervorgeht, soll der Palast noch stärker für Besucher zugänglich gemacht werden.

Erstmals private Steuern eines Monarchen veröffentlicht
Als erster britischer Monarch legte König Charles in diesem Jahr auch seine persönlichen Steuerzahlungen offen. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, der Öffentlichkeit mehr Transparenz zu liefern. Seit seinem Amtsantritt als König nach dem Tod von Queen Elizabeth im Jahr 2022 zahlte Charles III. demnach mehr als 30 Millionen Pfund (rund 35 Millionen Euro) an Steuern.

Für das Steuerjahr 2024/25 hat Charles insgesamt 12,9 Millionen Pfund (rund 15 Millionen Euro) gezahlt. Damit zählt er zugleich zu den Top 100 der größten Steuerzahler des Landes.

Zu den privaten Einkommensquellen des Königs gehören unter anderem Erträge aus Investitionen und Einnahmen aus seinen privaten Anwesen wie Balmoral in Schottland. Auch das Herzogtum Lancaster (Duchy of Lancaster) verschafft dem Monarchen Jahr für Jahr ein Einkommen. Dabei handelt es sich um ein privates Portfolio aus Landbesitz, Immobilien und Investitionen.

Charles zahlt freiwillig Einkommens- und Kapitalertragsteuer. Festgelegt ist dies im sogenannten Memorandum of Understanding on Royal Taxation 2023, das mit der Regierung vereinbart wurde. Prinz William gab an, zwischen 2024 und 2025 insgesamt 7,76 Millionen Pfund (rund 9 Millionen Euro) an Einkommen- und Kapitalertragssteuern entrichtet zu haben.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung