Schockierender Bericht

Todesfälle im Gewahrsam von ICE steigen drastisch

Ausland
25.06.2026 16:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Anzahl an Menschen, die im Gewahrsam der Einwanderungsbehörde ICE starben, hat sich in der Amtszeit von Donald Trump im Vergleich zu seinem Vorgänger beinahe vervierfacht. Seit Trumps Amtsantritt gab es mehr als 50 Todesfälle, sieben davon waren Suizide. 

Die Zahl der Todesfälle im Gewahrsam von ICE hat Menschenrechtsgruppen zufolge den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren erreicht. Der Anteil an der Gesamtzahl der ICE-Inhaftierten stieg von Jänner 2025 – dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump - bis Jänner 2026 um 140 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht von Human Rights Watch und Physicians for Human Rights hervorgeht.

Die Einsätze der Behörde ICE sind umstritten – auch bei Festnahmen gab es immer wieder ...
Die Einsätze der Behörde ICE sind umstritten – auch bei Festnahmen gab es immer wieder Todesfällen, teils von Demonstranten.(Bild: (C) 2024 Lawrey Anstis)

Den Angaben zufolge war der Anteil der in Haft verstorbenen Menschen unter Trump fast viermal so hoch wie unter seinem Vorgänger Joe Biden. Insgesamt wurden zwischen Jänner 2025 und Juni 2026 dem Bericht zufolge 52 Todesfälle gemeldet. Viele Todesfälle sind demnach auf eine unzureichende medizinische Versorgung zurückzuführen.

Schwere Vorwürfe von Human Rights Watch
Trump hatte sich ein hartes Vorgehen gegen Einwanderer auf die Fahnen geschrieben und tausende Migranten inhaftieren lassen. „Anstatt Maßnahmen zu ergreifen, um diese Krise zu bewältigen und das Leben sowie die Gesundheit der Inhaftierten zu schützen, hat die Regierung ihre Energien darauf verwendet, immer mehr Menschen auf lange Zeit zu internieren“, sagte die Mitautorin Reagan Williams von Human Rights Watch der Nachrichtenagentur AFP.

Das US-Heimatschutzministerium, dem die Behörde ICE untersteht, bestritt, dass es einen Anstieg der Todesfälle gegeben habe. Die inhaftierten Migranten profitierten von einem „höheren Versorgungsstandard als in den meisten Gefängnissen, in denen US-Bürger inhaftiert sind“, erklärte das Ministerium. „Für viele illegal eingereiste Menschen ist das die beste medizinische Betreuung, die sie je in ihrem Leben erhalten haben.“

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