Offizielle Webseite
USA zeigen ICE-Festnahmen als Kampf gegen Aliens
Das brutale Vorgehen der hochgerüsteten Einwanderungsbehörde ICE sorgt für Wut und Massenproteste bei US-Bürgern, selbst feiert die Regierung ihre radikale Abschiebepolitik. Auf zynische und makabre Weise: das Weiße Haus inszeniert die Festnahmen mit einer eigens kreierten Webseite als Kampf gegen Außerirdische.
„Sie wandeln unter uns“, ist auf „aliens.gov“ als Unterseite des offiziellen Internetauftritts des Weißen Hauses zu lesen. „Sie haben in denselben Läden eingekauft, dieselben Schulklassen besucht wie unsere Kinder und lebten scheinbar normale menschliche Existenzen. Mit einer Ausnahme – sie gehören nicht hierher“, steht dort weiter in grüner, durchlaufender Schrift vor Sternenhintergrund.
Komplizierte Geschichte als Alien-Thriller
Aufbereitet wie eine Mischung verschiedener Science-Fiction-Abenteuer und Alien-Thriller wird die angebliche Geschichte der illegalen Einwanderung erzählt, wie die US-Regierung unter Präsident Donald Trump sie darstellt: Als ein lange gehütetes Geheimnis, bei dem Millionen „im Schutz der Dunkelheit“ gekommen seien und sich in der Gesellschaft eingerichtet hätten.
Diese „Aliens“ seien keine „kleinen grünen Männchen“, sondern Millionen von Illegalen, die ins Land eingefallen seien, heißt es weiter. Die Betroffenen werden auch im Weiteren konsequent als „Aliens“ bezeichnet, wobei der englische Begriff als „Außerirdischer“, „Ausländer“ oder „Fremder“ übersetzt werden kann.
„Alien-Arrest-Map“ soll Festnahmen zeigen
Auf der Website zeigt eine Karte auch angeblich live die Festnahmen der Einwanderungsbehörde ICE. Eine sich stets erhöhende Zahl dokumentiert die „Begegnungen“ mit Menschen, die aus Sicht der Regierung in den USA nichts zu suchen haben. „Die Vertuschung ist vorbei. Sichert die Grenze. Schiebt sie alle ab“, heißt es abschließend. Direkt verlinkt ist auch eine Webseite, auf der „verdächtige“ Personen direkt an ICE gemeldet werden können.
Massiv hochgerüstet
Gegen das rücksichtslose Vorgehen der Behörde gibt es seit Monaten Proteste, zuletzt vor einem Abschiebelager im Bundesstaat New Jersey. Bei Einsätzen der ICE-Beamten wurden bisher zwei US-Bürger erschossen, mehrere Menschen starben auch unter ungeklärten Umständen in Abschiebehaft. Kritiker befürchten zudem, dass Trump ICE als paramilitärische Einheit aufbaut, um sie für seine politischen Zwecke zu nutzen. Er ließ das jährliche Budget auf mehr als 37 Milliarden US-Dollar aufstocken. Zum Vergleich: Das ist mehr als das gesamte Verteidigungsbudget Italiens.










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