Rund 700 Besucherinnen und Besucher zählte man im Vorjahr beim Gustav Mahler Festival in Steinbach am Attersee. Bei der diesjährigen zehnten Ausgabe des Festivals, das noch bis 28. Juni dauert, erwartet man noch mehr. Die Eröffnung direkt beim historischen Komponierhäuschen stand ganz im Zeichen von Mahlers dritter Symphonie.
Die atemberaubende Naturkulisse rund um Steinbach am Attersee inspirierte den Naturmystiker Gustav Mahler (1860 – 1911) nachhaltig. Während vier Sommeraufenthalten komponierte er hier zwei Symphonien und zahlreiche Lieder.
Kuratiert von Morten Solvik bietet auch das zehnte Gustav Mahler Festival am „Genius Loci“ ein beeindruckend vielfältiges Programm: Kammermusik, einen Liederabend, eine sehenswerte Ausstellung im „Schnitzelputzhäusel am See“ zur dritten Symphonie sowie eine Wanderausstellung im Heimathaus, die auch soziologische und touristische Aspekte beleuchtet. Dazu kommen spannende Vorträge, eine thematische Wanderung auf den Spuren der dritten Symphonie, Diskussionen sowie interdisziplinäre Annäherungen an Klimt und Mahler am Attersee - das meiste hitzegerecht outdoor im Schatten oder in klimatisierten Räumen.
Trachtiges trifft auf Klassik
Bei der Eröffnung sorgte die Trachtenmusikkapelle Steinbach am Attersee für eine gelungene Atmosphäre. Der Höhepunkt des Festivals folgt jedoch kommenden Sonntag, 28. Juni, mit Gustav Mahlers dritter Symphonie – jenem Werk, das genau hier, im Komponierhäuschen am Badeplatz vor dem Gasthaus Föttinger, entstanden ist.
„Was mir die Natur erzählt“ lautet die Überschrift des ersten Satzes der Dritten Symphonie. Der Kreislauf der Natur und der ihr eingeschriebene Rhythmus wirken im Menschen nach, erinnern an unsere Ursprünge und können nicht zuletzt spirituelle Erfahrungen ermöglichen. Mahler selbst bezeichnete seine Dritte als eine musikalische Dichtung, die „alle Stufen der Entwicklung in schrittweiser Steigerung umfasst: Es beginnt mit der leblosen Natur und steigert sich bis zur Liebe Gottes“.
Für die Aufführung der Dritten am Sonntag beim Mahler-Festival reisen Sängerinnen des Hard-Chors und des Linzer Jeunesse-Chors sowie Knaben des Kinderchores des Landestheaters Linz an – es gibt noch wenige Restkarten.
Gemeinsam mit dem Bruckner Orchester Linz und Dirigent Markus Poschner werden sie dieses monumentale Werk zum Klingen bringen. Die „Krone“ wird berichten.
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