Erst im April erschütterte ein Todesfall die Gemeinde, nun schließt ein Traditionsgasthaus in Sierning (Oberösterreich) seine Pforten für immer. Der Pachtvertrag wurde gekündigt, die Wirtin muss sich eine neue Bleibe suchen, der komplette Bestand wird am Sonntag veräußert.
Nur wenige Monate nach einem schweren, privaten Schicksalsschlag ist das Traditionswirtshaus Bierhäusl im Ortsteil Neuzeug endgültig Geschichte. „Ab heute für immer geschlossen“, ist beim Schaukasten des Gasthauses zu lesen. Für jene Dame, die mit ihrem Mann seit fast 16 Jahren das „Bierhäusl“ geführt hat, kam das Aus dennoch völlig unerwartet.
„Mein Mann ist im April gestorben. Ich wollte im August nur vier Wochen Betriebsurlaub machen und Zeit haben, um mit meinen Kindern in Ruhe zu trauern“, erzählt die Witwe, die nicht mit dem Entschluss des Eigentümers, das Haus zu verkaufen, gerechnet hatte. „Das Gasthaus ist gut gegangen, ich habe es seit dem Tod meines Mannes mit meinem Sohn weitergeführt. Aber der Pachtvertrag wurde gekündigt. Das ist das gute Recht des Eigentümers, dennoch ist es schlimm für uns“, sagt Alina W. zur „Krone“.
Wirtin sucht nun neuen Job und neue Bleibe
Der Wirtin, die nun aus dem Haus, in dem sie auch gewohnt hat, ausziehen muss, bricht es das Herz. Auf der Homepage des Lokals steht: „Großer Hausflohmarkt wegen Schließung im Gasthaus Bierhäusl! Wir sperren zu und verkaufen den gesamten Gasthausbestand! Gastro-Möbel, Deko, Kücheninventar, Geschirr und viele weitere Schätze. Kommt vorbei und sichert euch die besten Stücke.“ Die Räumungsaktion findet an diesem Sonntag, 16. August, statt.
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