Trotz Trockenheit:

Wasser wird knapp, Trinkwasser bleibt sicher

Oberösterreich
12.08.2026 15:36

Nur 32 Prozent des üblichen Niederschlags sind bis Ende Juli gefallen, die Grundwasserstände sinken weiter. Trotzdem drohen laut Land derzeit keine flächendeckenden Engpässe beim Trinkwasser. Eine eigene Taskforce beim Land OÖ beobachtet die Lage.

Alle sehnen sich in diesem Hitzesommer der Extreme nach Regen, aber eine Sorge kann Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) den Oberösterreichern nehmen: Beim Trinkwasser wird es zu keinen Engpässen kommen. Eine Taskforce in der Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft beobachtet die Situation laufend. Entwarnung für die Wasserlage insgesamt bedeutet das allerdings nicht.

Ganz im Gegenteil: Oberösterreich befindet sich laut bundesweitem Trinkwassersicherungsplan bereits in der Stufe „Achtsamkeit“. Die Grundwasserstände sind niedrig oder sogar sehr niedrig, einzelne Quellen und Brunnen liefern deutlich weniger Wasser.

 Die Zahlen des Hydrografischen Dienstes zeigen jedenfalls ein eindeutiges Bild. Bis Ende Juli sind nur 32% des durchschnittlichen langjährigen Niederschlags gefallen. „Statt 129 waren es nur 41 Millimeter“, sagt Peter Kickinger vom Hydrografischen Dienst. Noch dramatischer schaut es im August aus, denn aktuell sind nur 14% des durchschnittlichen Niederschlags in diesem Monat gefallen.

Dass die Wasserversorgung gesichert ist, führt Landesrat Kaineder auch auf Trockenphasen in der Vergangenheit, die es 2003, 2015 und 2018 gab und auf die reagiert wurde, zurück. Viele Gemeinden haben zusätzliche Brunnen und Quellen erschlossen, größere Hochbehälter errichtet und Verbindungen zu benachbarten Wasserversorgern geschaffen. Jährlich werden mehr als 40 Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung investiert. Im Vorjahr waren es 44,6 Millionen Euro, im Jahr 2023 mit einer Sondertranche sogar 83,4 Millionen Euro.

Landesrat Kaineder sagt: „Eine trockene Quelle kann man nicht einfach wieder aufdrehen. Deshalb ist jetzt wichtig, dass wir dort handeln, wo Probleme entstehen und nicht warten, bis aus einem Engpass eine echte Notsituation wird. 

Die Situation ist dramatisch: Im ganzen Land sind Flüsse ausge- trocknet, die Versorgung mit Trinkwasser ist aber gesichert – noch!Eigenes eingerichtete Taskforce in der Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft beim Land beobachtet Situation. Jährlich werden 40 Millionen € in die Wasser-Infrastruktur investiert.

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