Vor seiner Einvernahme

Messerstichopfer nach Entlassung untergetaucht

Oberösterreich
13.08.2026 12:24

Er saß blutend unter einem Baum, als die Polizei eintraf: Gegen 2.11 Uhr früh wurde ein Türke (24) auf der Linzer Landstraße Höhe Volksgarten mit einem Messer in den Rücken gestochen. Der Täter ist flüchtig, das Opfer derzeit untergetaucht. Einen anderen Messerstecher konnte die Polizei hingegen nach Monaten schnappen. 

Der Messerangriff geschah laut bisherigem Ermittlungsstand auf Höhe des Admiral Sportwetten-Lokals, dürfte aber nichts mit diesem zu tun haben. Der Türke wurde am Rücken verletzt, laut Polizei bestand aber keine Lebensgefahr, die Wunde musste nur genäht werden. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwierig: Das Opfer war nämlich aus dem Krankenhaus entlassen worden, und seither nicht mehr für eine Einvernahme verfügbar – offenbar ist der 24-Jährige untergetaucht.

Hotspot für Randgruppen
Der Volksgarten und das parallele Endstück der südlichen Landstraße sorgen immer wieder für negative Schlagzeilen. Trotz des Besuchermagneten Musiktheater kam es nicht zu der ursprünglich erhofften Aufwertung dieses Stadtteils. Im Gegenteil: speziell der Volksgarten bleibt trotz vielfacher Versuche ein Hotspot sozialer Randgruppen, ähnlich wie der benachbarte Hauptbahnhof.

Ein Messerstecher sitzt in U-Haft
Aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wels wurden vom Landeskriminalamt Zielfahndungsermittlungen betreffend einen 48-jährigen Nordmazedonier aufgenommen. Dieser steht im Verdacht, am 29. April 2026 während eines Suchtmittel-Geschäftes in einer Pension in Wels seinem Abnehmer mit einem Messer in den Rücken gestochen und diesen dadurch schwer verletzt zu haben.

In die Heimat geflüchtet
Nach der Tat dürfte der 48-Jährige in sein Heimatland Nordmazedonien geflüchtet sein. Durch umfangreiche Ermittlungen stellten die Polizisten fest, dass der Flüchtige am Mittwochvormittag wieder in das österreichische Bundesgebiet eingereist war. Schließlich konnte er im Bereich des Wiener Westbahnhofes ausgeforscht und festgenommen werden. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wels wurde der Mann in die Justizanstalt Wels eingeliefert.

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