Der heurige Extremsommer hat Linz fest im Griff – und soll nun politische Konsequenzen haben. Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger legt ein ganzes Paket an Forderungen auf den Tisch. Darunter finden sich Ideen nach französischem und deutschem Vorbild, die vor allem jene schützen sollen, für die wochenlange Hitze zum echten Problem wird. Einige davon könnten durchaus für Diskussionen sorgen.
Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger will beim Hitzeschutz nachlegen. Anlass für den Vorstoß sind die Extremwerte dieses Sommers. Bis 10. August wurden in Linz bereits 40 Hitzetage, zehn Wüstentage und 29 Tropennächte registriert. Eine ihrer Forderungen sticht angesichts der aktuellen Bäderdiskussion besonders heraus: Kinder und Jugendliche sollen während der Sommerferien gratis in die Linzer Freibäder dürfen.
Unabhängig vom Geldbörsel abkühlen
Vorbild ist Augsburg, wo ein solches Angebot bereits besteht. Damit könnten sich junge Menschen unabhängig vom Geldbörsel ihrer Eltern abkühlen und ihre Freizeit an einem sicheren Ort verbringen. Doch Schobesberger will auch besonders gefährdete Menschen gezielter erreichen. Nach Pariser Vorbild sollen sich ältere, alleinlebende oder andere gefährdete Personen freiwillig in ein städtisches Register eintragen lassen können. Bei extremer Hitze könnten sie kontaktiert werden oder Sozialdienste nach dem Rechten sehen. Linz soll dafür einen Pilotversuch starten.
Gefährdete Menschen melden
„Wir werden das Ganze nur schaffen, wenn wir aufeinander schauen und der Klimakrise solidarisch begegnen“, so Schobesberger. Auch für Obdachlose fordert sie zusätzliche Hilfe: Eine Art Hitzetelefon soll ermöglichen, gefährdete Menschen auf der Straße zu melden und Unterstützung zu organisieren. Zudem sollen entsprechende Einrichtungen ausreichend gekühlt werden.
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