Causa Bischofshofen

Der Klage-Kaiser schlägt schon wieder zu

Sport
13.08.2026 11:00

Der BSK gibt im Streit um seine Regionalliga-Zulassung nicht klein bei. Nach der Stadtgemeinde Bischofshofen geht Obmann Josef Reiter nun auch gegen die Fußballverbände aus Salzburg und Oberösterreich rechtlich vor.

Die Causa um den Bischofshofen Sportklub 1933 nimmt immer größere Ausmaße an. Zur Erinnerung: Der Chaos-Klub wurde vom Salzburger Fußballverband (SFV) nicht für die Regionalliga Nord zugelassen. Der Grund: Er hatte nicht über eine behördliche Erlaubnis für eine Spielstätte verfügt und konnte somit keinen Platz für die Heimspiele vorweisen. Von Akzeptanz der Entscheidung kann auf Seiten des BSK keine Rede sein. Wie berichtet, reichte der Klub in persona Obmann Josef Reiter eine einstweilige Verfügung gegen die Stadtgemeinde Bischofshofen ein. Seit der Verhandlung vor dem Bezirksgericht St. Johann sind gut drei Wochen vergangen. Eine offizielle Entscheidung ist bis jetzt nicht gefallen. Ganz am Ende der möglichen Frist klagte Reiter die Stadtgemeinde auch auf Besitzstörung.

Keine Überraschung
Nach dem Zuschlag vom Bischofshofener Gemeinderat zog bekanntlich mit 1. Juli 2026 der Skiclub Bischofshofen mit seiner Fußballsparte ein. Im Rahmen des Umzugs wurden auch die Schlösser auf der Anlage getauscht. Ganz zum Ärger des BSK, der sich immer noch als rechtmäßiger Besitzer der Fußballinfrastruktur sieht. Diese wurde dem Klub jahrelang von der Stadt unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Überraschend kam die Klage aber nicht, wie von Seiten der Gemeinde zu hören ist. Die Verhandlung geht am kommenden Dienstag, 18. August, wieder in St. Johann über die Bühne.

Causen liegen beim ÖFB
Der jüngste Streich des Klage-Kaisers richtet sich jetzt gegen die Fußball-Landesverbände aus Salzburg und Oberösterreich. Auch diese bekommen laut „Krone“-Infos jetzt die zivilrechtliche Zähigkeit der BSK-Akteure zu spüren. Konkret geht es um eine einstweilige Verfügung zur Zulassung für die Nordliga. Diese ist bereits längst im Betrieb, am Wochenende steigt bereits die vierte Runde. Recht viel Zeit würde im Falle einer irren Wende also nicht für etwaige Nachtragsspiele bleiben.

Wer sich fragt, warum es in allen anderen Causen bezüglich des BSK noch keine Entscheidung gegeben hat, findet beim österreichischen Fußballbund seine Antwort. Die Angelegenheiten (ablösefreie Transfers und Co.) liegen beim Rechtsmittelsenat des ÖFB. Wann dieser klar Schiff macht? Unklar.

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