Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt prüfte eine Anzeige von Greenpeace gegen Dorner. Grund war eine Katastrophenübung in einem später wegen Asbestbelastung geschlossenen Steinbruch.
Nach der Anzeige von Greenpeace gegen Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) wegen einer Katastrophenschutzübung im Steinbruch Pilgersdorf werden nun keine Ermittlungen gegen den Politiker eingeleitet. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt heute, Freitag, gegenüber der APA.
Steinbruch nach Katastrophenübung geschlossen
Die Umweltschutzorganisation hatte wegen einer Katastrophenübung im Steinbruch Pilgersdorf, der später aufgrund einer Asbestbelastung geschlossen wurde, Anzeige erstattet. Im Oktober 2025 fand eine Katastrophenübung auf dem Gelände in Pilgersdorf statt. Greenpeace kritisierte, dass Schüler dort vergraben und auf staubige Förderbänder gelegt worden seien, um Bergungen zu trainieren. Wenige Monate später, im Jänner 2026, wurde der Steinbruch behördlich geschlossen.
„Gefährdung der körperlichen Sicherheit“
Greenpeace brachte deswegen im April eine Sachverhaltsdarstellung unter anderem wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit und Gemeingefährdung ein, die sich gegen die Betreiberfirma des Steinbruchs, die Bezirkshauptmannschaft und den nicht namentlich genannten zuständigen Landesrat richtete. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt prüfte die Anzeige und ließ wissen, dass keine Ermittlungen aufgenommen wurden. Landesrat Dorner erklärte in einem Statement, dass er darüber „nicht überrascht“ sei, denn die in der Sachverhaltsdarstellung erhobenen Vorwürfe seien „komplett an den Haaren herbeigezogen“.
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