Immer mehr Katzen brauchen Hilfe, doch die Kosten explodieren. „Wir fürs Tier“ kämpft um jeden Euro für seine Schützlinge.
Wenige Tage alte Katzenbabys, die kaum noch am Leben sind, kranke Streuner, die sich mit letzter Kraft in einen Garten retten – der Verein „Wir fürs Tier“ hat derzeit alle Hände voll zu tun. „Es gint Tage, an denen unsere freiwilligen Helfer bis zu sechs Einsätze haben, um Tierleben zu retten“, erzählt Alice Siebenbrunner. Die Obfrau des Vereins mit Sitz in Loipersdorf im Burgenland hat im Herbst eine eigene Tierrettung auf die Beine gestellt.
Gesetze werden ignoriert
Denn: Täglich melden sich verzweifelte Bürger mit Notfällen, die keine andere Anlaufstelle haben. Die Ehrenamtlichen werden laufend geschult, auch dringend notwendige Kastrationsaktionen in Gemeinden werden von ihnen übernommen. Denn: Die klaren Gesetze – frei laufende Katzen und Kater müssen kastriert werden, sonst droht eine Anzeige – ignorieren weiterhin viele Burgenländer und vergrößern so das Tierleid. Auch die illegale „Einfuhr“ von Babykatzen aus Ungarn ist ein großes Problem.
Hoffen auf Happy End für „Houdini“ und „Mauz“
Neben tragischen Momenten gibt es auch Lichtblicke. Unter den geretteten Katzen befindet sich etwa „Houdini“ (1). Der süße (unkastriert aufgefundene) Jungkater hatte sich vermutlich in einer Schnur verfangen, ein Bein war bereits schwarz, auch am Hals hatte er eine schwere Verletzung.
„Es ist ein Wunder, dass unsere Tierärztin sein Bein retten konnte“, sagt Siebenbrunner. Sobald die Wunden ganz verheilt sind, wird für ihn ein Für-immer-Zuhause gesucht. Auch viele Katzenbabys sowie unzählige ältere Semester wie „Mauz“ (10), die blind ist, sich im Katzenhaus aber als völlig verschmuste Samtpfote entpuppte, hoffen auf ein liebevolles Plätzchen.
Spenden: „Wir fürs Tier Oberwart“
IBAN: AT68 51000 902142 44900 Patenschaften
(ab 25 € monatlich) unter office@wirfuerstier.at
„Ohne Spenden geht es nicht mehr weiter“
All die Notfälle bringen das Team nicht nur an zeitliche und körperliche Grenzen. Die finanziellen Mittel sind erschöpft. Zu den Tausenden Euro an Tierarztkosten jeden Monat kommen auch horrende Summen für Futter, Katzenstreu und Co. für die Versorgung der Schützlinge im Katzenhaus hinzu. Deshalb ist man auf Spenden angewiesen.
Siebenbrunner: „Alleine können wir die derzeitigen Kosten nicht mehr stemmen, und die Babyzeit hat gerade erst begonnen. Wir sind wirklich verzweifelt und dankbar für jede Unterstützung“.
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