Hit gegen Argentinien

Große Fußball-Liebe: Für WM den Job wechseln?

Kärnten
22.06.2026 12:00

Die WM begeistert, am Montag trifft Österreich auf Weltmeister Argentinien. Einer aktuellen Umfrage zufolge setzen auch viele Kärntner auf verschiedene Strategien, um trotz später Anstoßzeiten fit zu bleiben. Manche machen auch blau – oder würden gar den Job wechseln.

Bei der Fußball-WM finden viele Spiele für Fans in Österreich erst zu später Stunde statt. Mehr als die Hälfte der Partien beginnt sogar erst nach Mitternacht. Das Spiel der Nationalelf gegen Argentinien beginnt am Montag aber bereits um 19 Uhr, gegen Algerien ist dann erst um 4 Uhr früh Anpfiff. Für viele Berufstätige und Schüler stellt sich daher die Frage: Wie lässt sich die WM mit dem Arbeitsalltag vereinbaren?

Genau diese Frage stellte casino.at 815 Österreicherinnen und Österreichern verschiedener Altersgruppen. Alle Befragten sind berufstätig und gaben an, die WM verfolgen zu wollen. Mehr als jeder Zweite nimmt Leistungseinbußen in Kauf. Während 45 Prozent der Befragten überzeugt sind, dass Spiele nach Mitternacht für sie kein Problem darstellen, rechnet die Mehrheit mit Auswirkungen auf den Arbeitsalltag.

Die Umfrage zeigt: 25 Prozent der Befragten erwarten, sich am nächsten Tag schlechter konzentrieren zu können. Weitere 16 Prozent stellen sich darauf ein, am nächsten Tag deutlich langsamer zu sein. Und 14 Prozent planen sogar, wichtige oder anspruchsvolle Aufgaben bewusst auf den Nachmittag des nächsten Tages zu verschieben. Die WM könnte damit für viele Unternehmen auch zum Produktivitätstest werden.

Der perfekte Ort, die Nationalelf anzufeuern, ist die Fanarena am Neuen Platz in Klagenfurt.
Der perfekte Ort, die Nationalelf anzufeuern, ist die Fanarena am Neuen Platz in Klagenfurt.(Bild: Florian Pessentheiner)
Gespannte GEsichter: Wer gewinnt?
Gespannte GEsichter: Wer gewinnt?(Bild: Florian Pessentheiner)
Die Fanarena wird wieder mit Fans gefüllt.
Die Fanarena wird wieder mit Fans gefüllt.(Bild: Florian Pessentheiner)

Für die WM wird im Büro getrickst
Um trotz später Anstoßzeiten nichts zu verpassen, planen viele Beschäftigte konkrete Anpassungen ihres Arbeitstags. 15 Prozent haben vor, später mit der Arbeit anzufangen, 9 Prozent wollen früher aufhören.

Rund jeder achte Österreicher macht dafür auch vor dem Arbeitsrecht nicht halt. Trotz grundsätzlichen Streaming-Verbots am Arbeitsplatz geben 12 Prozent an, die WM-Spiele heimlich während der Arbeitszeit verfolgen zu wollen.

Mitmachen!
Torschuss-Arena in Villach

Lieber selber kicken statt nur zuschauen? Bei der Fußball-WM verwandelt sich das Einkaufscenter Atrio in Villach in eine Torschuss-Arena. Im Mittelpunkt steht eine große Torschusswand.

Bis 18. Juli kann jeder antreten, auch Vereine. Vor der Torwand locken viele Events die Besucher. Jeder kann zudem bei den „Rote Nasen Clowndoctors“ für kranke Menschen spenden.

Wer selbst kickt, sollte das Villacher Atrio besuchen.
Wer selbst kickt, sollte das Villacher Atrio besuchen.(Bild: Atrio)

Jobwechsel für Fußball-WM?
Falls sich Job und WM nicht vereinbaren lassen, käme für 10 Prozent der Befragten sogar ein Jobwechsel infrage, zum Beispiel zu einem Arbeitgeber mit Homeoffice oder flexibleren Arbeitszeiten.

7 Prozent der Befragten geben an, bereits mindestens einmal Urlaub genommen oder sich krankgemeldet zu haben, um ein Spiel zu sehen oder sich von einem Match zu erholen. Das wird am Montag hoffentlich nicht notwendig sein: Die Fanarena am Neuen Platz in Klagenfurt wird pünktlich um 19 Uhr mit Fans gefüllt sein.

Generation Z ist am risikofreudigsten
Die Generation Z umfasst Personen, die zwischen 1995 und 2012 geboren wurden. Diese Altersgruppe gibt mit 14 Prozent am häufigsten an, die Spiele heimlich am Arbeitsplatz verfolgen zu wollen. Bei der Gruppe der zwischen 1981 und 1996 Geborenen (Millennials) liegt dieser Wert mit 12 Prozent ähnlich hoch.

Die Generation X mit Jahrgängen zwischen 1965 und 1980 zeigt sich deutlich zurückhaltender. 67 Prozent würden lieber das Spiel verpassen, als Regeln am Arbeitsplatz zu brechen. Bei der Gen Z liegt dieser Wert bei nur 48 Prozent.

Bei Österreichs erstem Spiel gegen Jordanien fieberte trotz der frühen Beginnzeit um 6 Uhr früh die ganze Nation vor dem Fernseher mit.

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