Seit dreieinhalb Jahrzehnten ist Ernstl Graft mit seinen einspurigen Mitstreitern im Einsatz für bedürftige Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Die „Toy Run“, wie diese Charity-Ausfahrt früher hieß, findet bis heute statt. Die „Krone“ begleitete ihn bei seinem vorletzten Einsatz – und Niederösterreichs Landeshauptfrau auch.
Bei der „Wirkstatt“ in Hausmening in Niederösterreich ging es am Sonntag los: Der Erfinder und Initiator der legendären Motorrad-Charity „Toy Run“, Ernstl Graft lud zur Ausfahrt, mittlerweile tituliert als „Kaffee im Juni“ mit Charity-Hintergrund. Was den Mann dabei so bemerkenswert auszeichnet: er stellt sich selbst nie in den Vordergrund, lässt anderen bei großen Reden den Vortritt. Man spürt, es geht ihm um die Sache.
„Wir wollten auch diesmal eine Sozialeinrichtung beschenken, die sich um Kids im Alter zwischen 5 und 15 Jahren aufopferungsvoll kümmert“, so Graft nach der Ausfahrt, die die unzähligen Biker nach Purgstall zu den Kindern führte – und das alles im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die Graft dabei für seinen Einsatz ehrte. „Ich freue mich sehr über diese Anerkennung meiner Arbeit, aber wie gesagt, ich bin nicht wichtig, sondern all die Kinder, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen – dafür mache ich das!“


Die „Krone“ fuhr mit und lernte, dass jeder Teilnehmer einfach nur für die Sache im Einsatz war. Einzige „Pflicht“ eines jeden: Ein Stofftier für die Kinder mitnehmen. Ehrensache! Auch die Landeshauptfrau war nur voll der Lobes für alle Beteiligten. Und ehrlich, wir hätten sie eigentlich schon solch ein Fahrzeug pilotieren gesehen. Also wollten wir wissen, wie es mit dem Biker-Schein bei ihr aussieht: „Ich durfte ihn nie machen, meine Eltern hatten es verboten. Aber sag niemals nie . . .“ Gut möglich, dass wir sie (mit oder ohne Bike) bei Ernst Grafts letztem Streich 2027 wieder sehen werden.
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