Blutige Eskalation an einer Tankstelle in Wien-Simmering: Nach einem Streit mit mehreren Pfandsammlern am Sonntagnachmittag wurde der Betreiber mit vier Messerstichen verletzt. Der mutmaßliche Täter (22) floh, landete wenig später mit einer schweren Fingerverletzung im Spital. Dort klickten schließlich die Handschellen.
Schon seit längerer Zeit dürfte der Tankstellenbetreiber mit der Gruppe von Pfandflaschensammlern Ärger gehabt haben. Irgendwann platzte dem Mann der Kragen – er sprach gegen die Personen ein Hausverbot aus.
Doch am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr tauchte die Gruppe erneut bei der Tankstelle auf. Zunächst wurde wieder einmal diskutiert, dann eskalierte die Situation. Mitten im Streit soll ein 22-jähriger Syrer plötzlich ein Messer gezückt und viermal (!) auf den Betreiber eingestochen haben, berichtet Polizeisprecher Philipp Haßlinger. Danach ergriff der mutmaßliche Täter die Flucht.
Verdächtiger „verlor“ Körperteil
Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ohne Erfolg. Was der 22-Jährige am Tatort jedoch „verlor“, könnte ihm letztlich zum Verhängnis geworden sein: eine abgetrennte Fingerkuppe. Diese wurde von den alarmierten Beamten entdeckt und sichergestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte sich der Verdächtige die schwere Verletzung während der Rauferei zugezogen haben.
Während das nicht lebensgefährlich verletzte Opfer in den Schockraum eines Spitals gebracht wurde, liefen die Ermittlungen der Wiener Polizei auf Hochtouren. Die Spur führte die Ermittler schließlich direkt in ein Spital. Dort ließ sich ein Mann mit einer abgetrennten Fingerkuppe behandeln. Gegenüber den Ärzten soll er noch behauptet haben, in Simmering ausgeraubt worden zu sein.
Syrer im Spital festgenommen
Doch die Geschichte hielt den Ermittlungen nicht stand: Der Mann wurde als Tatverdächtiger identifiziert und festgenommen. Die Einvernahmen des 22-Jährigen und des Opfers sollen noch im Laufe des Tages erfolgen, so Haßlinger.
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