Jener 24-jährige russische Staatsbürger, der wegen des Mordes an einer 70-jährigen in Wien lebenden Transgender-Aktivistin in Nizza verhaftet worden war, ist nun von den französischen Behörden an Österreich ausgeliefert worden.
Ermittelt wurde vor allem im privaten Umfeld des Opfers, dabei erhärtete sich der Verdacht gegen den Russen. Er war der Mitbewohner der Frau. Weil er Österreich wenige Tage nach der Tat in Richtung Frankreich verlassen hatte, wurde über die Staatsanwaltschaft Wien ein europäischer Haftbefehl erlassen. Der 24-Jährige wurde in Zusammenarbeit mit dem Fugitive Active Search Team Frankreich durch die französischen Behörden festgenommen.
Freunde der Frau mit dem Künstlernamen Etchika Pollex hatten sich Sorgen gemacht und schauten im Juni in der Wohnung beim Wiener Naschmarkt nach. Als sie die 70-Jährige leblos vorfanden, alarmierten sie die Einsatzkräfte. Ein Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod feststellen. Laut Polizei dürfte die Frau bereits seit ein paar Tagen tot gewesen sein.
Verdächtiger schweigt gegenüber Polizei
Der 24-Jährige befindet sich seit 26. Juli wegen Flucht- und Tatbegehungsgefahr in der Justizanstalt Josefstadt in U-Haft, erklärte die Sprecherin des Landesgerichts Wien, Christina Salzborn, am Dienstagnachmittag. „Er machte bei seiner Vernehmung keine Angaben“, sagte Salzborn. Ein Wahlverteidiger habe mittlerweile das Mandat für den Tschetschenen übernommen, hieß es.
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