Urlauber unterwegs
Kroatiens Straßen in alle Richtungen verstopft
Während viele Urlauber noch am Weg in Richtung Adriaküste sind, fahren andere schon wieder zurück. Egal, wohin die Autofahrer in Kroatien unterwegs sind, Geduld brauchen sie jedenfalls. Zum stockenden Verkehr kommen noch liegengebliebene Autos, Baustellen und Personen auf der Fahrbahn dazu.
„Der Verkehr ist verstärkt auf den Hauptverkehrsstraßen, bei touristischen Ortschaften, an einigen Grenzübergängen“, warnt der kroatische Automobilclub HAK. Schon seit der Früh häufen sich die Meldungen zu stockendem Verkehr und Wartezeiten an den Grenzen.
Vor allem auf der A1 südlich der kroatischen Hauptstadt Zagreb ist am Dienstag viel los. Schon gegen sechs Uhr in der Früh warnte der Autobahn-Betreiber Hrvatske Autoceste: Zwischen den Knotenpunkten Lučko und Bosiljevo 2 in Richtung Süden gebe es jetzt schon eine „zunehmende Verkehrsdichte“.
Stau auf Krk-Brücke
Gegen Mittag machten sich auf der Strecke auch die Urlauber, die schon wieder in Richtung Norden unterwegs sind, bemerkbar. Auf der Strecke zwischen Bosiljevo 2 und Lučko staut es jetzt auch in Richtung Zagreb. Abseits der Autobahnen staut es sich auf der Krk-Brücke: Vier Kilometer lang ist die Blechschlange vom Knoten Šmrika am Festland bis zum Kreisverkehr in Omišalj auf der Insel.
An den Grenzen dauert es länger
Vor allem an den Grenzen verlieren die Autofahrer am Weg in Richtung Süden und wieder zurück viel Zeit. Wer bei Maljevac von Bosnien und Herzegowina nach Kroatien einreist, braucht bis zu eineinhalb Stunden länger, wie auf der Webseite des ÖAMTC zu lesen ist. Bei Slavonski Brod kann der Zeitverlust bis zu einer halben Stunde betragen.
An der serbischen Grenze gibt es beim Grenzübergang Granični prijelaz Bajakovo Polizeikontrollen. Von Kroatien nach Serbien müssen Autofahrer dort bis zu einer halben Stunde mehr einplanen, in die andere Richtung sogar eine Stunde. Wer bei Tovarnik von Serbien nach Kroatien einreisen will, braucht ebenfalls bis zu einer halben Stunde mehr.
Personen auf der Fahrbahn
Zusätzlich dazu meldete Hrvatske Autoceske auf mehreren Autobahnen liegengebliebene Autos und sogar Personen auf der Fahrbahn. Das bremst die Urlauber noch zusätzlich zu dem dichten Verkehr und den Baustellen aus – von denen gibt es nämlich einige.
So ist etwa nördlich von Zagreb auf der A2 zwischen Krapina und Durmanec in Richtung Norden wegen der Baustelle nur eine Fahrspur befahrbar. Auch in Richtung Süden ist teils nur eine Fahrspur offen. Auf der Landstraße DC1 gibt es aktuell Bauarbeiten auf der Strecke zwischen Zrmanja und Otrić.
Geht schon mehrere Tage so
Schon in den vergangenen Tagen waren die Straßen in Kroatien verstopft, es bildeten sich kilometerlange Staus. Nach einem Unfall am Montag auf der A1 zwischen Lučko und Karlovac war die Blechschlange 25 Kilometer lang – genau dort, wo HAK am Dienstag ebenfalls schon stockenden Verkehr gemeldet hat.
Stundenlang im Stau
Die Hitze macht die Autofahrten für die Urlauber noch anstrengender, aktuell klettern die Temperaturen mancherorts auf fast 40 Grad hinauf. Die Autofahrer mussten in den vergangenen Tagen teils stundenlang in der prallen Sonne ausharren, bis es wieder weiterging. Eine Autofahrerin aus Montenegro klagte dem Nachrichtenportal tportal gegenüber etwa, dass sie 16 Stunden Wartezeit hinter sich habe – mit ihrem autistischen Kind im Auto. „Das geht einfach nicht, das ist zu viel“, kritisierte sie.

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