Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo? „Seit der letzten WM ist es für mich keine Frage mehr. Der Mann ist unfair“, sagt Michael Gregoritsch und ist damit klar auf Messi-Seite.
Die Gretchenfrage des Weltfußballs spaltet auch die österreichische Nationalmannschaft. Bei den Präferenzen für Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gehen die Meinungen auseinander. Einigkeit besteht aber darin, dass sowohl der große Star des nächsten ÖFB-WM-Gegners Argentinien als auch der Portugiese absolute Ausnahmeerscheinungen sind.
Teamchef Ralf Rangnick coachte Ronaldo in seiner Zeit bei Manchester United von Dezember 2021 bis Mai 2022. „Ich habe nur mit einem der beiden für sechs Monate zusammengearbeitet, deshalb kann ich den Vergleich nicht anlegen“, erklärte der Deutsche. „Es sind auf jeden Fall zwei verschiedene Spielertypen, Messi kommt gerne aus dem Zehnerraum, ist auch keiner mehr, der jedem Ball hinterherjagt. Aber genau das macht ihn gefährlich, weil er dann in diesen Räumen ist, wenn ein Konter kommt.“
Die technischen Fähigkeiten des bald 39-Jährigen seien „überragend, und auch, wie er sich selbst nicht über Gebühr im Mittelpunkt sieht“. Von Ronaldo ist Rangnick ebenfalls beeindruckt. „Wenn man in diesem Alter noch solche Leistungen bringt, kann man nur den Hut ziehen“, sagte der 67-Jährige über „CR7“.
Laimer „aus dem Bauch heraus“ für Messi
Für Konrad Laimer hat „La Pulga“ die Nase leicht vorne. „Ich würde Messi auf eins stellen, aber das ist jetzt irgendwie nur so aus dem Bauch heraus“, sagte der Salzburger, der im Oktober 2021 mit Leipzig gegen den damaligen PSG-Profi Messi in der Champions League im Einsatz war. Die Pariser gewannen 3:2, der Argentinier erzielte zwei Tore.
Laimer hob die Konstanz sowohl von Messi als auch von Ronaldo hervor. „Da sind beide unglaublich. Deshalb überwiegt bei mir die Freude, dass ich sie miterleben durfte, egal ob vor dem Fernseher, als ich noch jünger war, oder als Gegner. Beide sind unfassbare Spieler, die den Fußball über viele Jahre geprägt haben.“
„Der Mann ist unfair“
Michael Gregoritsch steht klar auf der Messi-Seite. „Seit der letzten WM ist es für mich keine Frage mehr. Der Mann ist unfair.“ Dabei war der Steirer zunächst eher dem Portugiesen zugeneigt. „Ich war lange ein Ronaldo-Verfechter, aber mittlerweile bin ich der absoluten Überzeugung, dass Messi der größte Fußballer aller Zeiten ist. Er hat das Spiel verändert und es gibt keinen, der ihn nachmachen kann. Ronaldo kann man zumindest teilweise nachmachen, Messi nicht“, erklärte Gregoritsch.
Messi mit „gottgegebenem Talent“
Damit liegt der Steirer auf einer Wellenlänge mit Romano Schmid, der Messi als sein Idol bezeichnet. „Er ist für mich der beste Spieler, den es je gab.“ Xaver Schlager sagte zu diesem Thema: „Der eine ist ein harter Arbeiter, der andere hat gottgegebenes Talent.“ Letztere Bezeichnung war auf Messi gemünzt, dennoch betonte der Oberösterreicher, dass er keinen der beiden Ausnahmekicker bevorzuge.
Alexander Schlager hingegen bezeichnete sich „eher als Ronaldo-Typ. Aber Messi ist ein Spieler, der über so, so, so, so viele Jahre so gute Leistungen gebracht hat. Es wäre vermessen, irgendetwas dagegen zu sagen. Er hat eine unglaubliche Präsenz.“ Alleine schon Messis Glanzauftritt gegen Algerien sei Warnung genug, meinte der Goalie. „Man merkt das auch im Team bei ihnen, was er so macht, wenn er auf dem Platz steht, und welche Aura er mit sich bringt. Deswegen freue ich mich auf das Spiel. Wir werden versuchen, alles dagegen zu unternehmen.“

Lienhart von Messi-Ronaldo-Zahlen beeindruckt
Philipp Lienhart war einst wie Ronaldo bei Real Madrid unter Vertrag. „Aufgrund meiner Vergangenheit muss ich wahrscheinlich Ronaldo sagen“, antwortete der Innenverteidiger auf die „Messi oder Ronaldo“-Frage. „Aber trotzdem – die Zahlen, die beide haben, sind unglaublich.“
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