In kleinen Schritten zum großen Comeback: Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat nach seiner Kehlkopf-Operation am Dienstag die ersten Termine in seinem Büro wahrgenommen. Die Genesung läuft eigenen Angaben zufolge gut – die Landeshauptleute-Konferenz am Freitag in Innsbruck komme aber noch zu früh.
Mit einem Teamtrikot der Nationalmannschaft samt Beflockung „Welcome back Dosko“ wurde Burgenlands Landeshauptmann bei seiner Rückkehr ins Büro in Eisenstadt von seinen Mitarbeitern und Weggefährten empfangen. Nach seiner Kehlkopf-Operation Anfang April in Leipzig nahm Doskozil am Dienstag wieder die ersten internen Termine wahr.
Geduld bis zu erstem Auftritt
„Eine weitere Etappe auf meinem Genesungsweg ist geschafft. Nach meiner Kehlkopf-Operation im April ist der Wundheilungsprozess weitgehend abgeschlossen, wie mir vor Kurzem mein behandelnder Arzt bestätigt hat. Das bedeutet: Die nächste Phase des gezielten Aufbaus und Trainings meiner neuen Stimme mit logopädischer Begleitung kann beginnen“, erklärt er der „Krone“. Die ersten Worte habe er bereits wenige Wochen nach dem Eingriff gesprochen. Jetzt, nach der Abheilung, heiße es üben, üben, üben. „Es ist ein wenig wie das Erlernen eines Instrumentes. Ein Prozess, bei dem ich jeden Tag Fortschritte spüre, mit dem ich aber auch Neuland betrete. Es braucht sicher noch ein wenig Geduld, bis es stimmlich auch für öffentliche Auftritte wieder passt“, ergänzt er.
Die Arbeit für das Burgenland ist in den vergangenen Wochen auf elektronischem Weg nahtlos weitergegangen.
Hans Peter Doskozil
Absage für LH-Konferenz
Die am Freitag in Innsbruck stattfindende Landeshauptleute-Konferenz komme für den Landeshauptmann noch etwas zu früh, wird aus seinem Büro auf Nachfrage bestätigt. In der wesentlichen Frage der Gesundheitsreform seien die entscheidenden Pflöcke aber bereits eingeschlagen. Doskozil sei in den vergangenen Wochen massiv gegen eine Zentralisierung der Spitalskompetenzen eingetreten, weil damit Schließungen von Kliniken und Abteilungen in ländlichen Regionen vorprogrammiert wären. Bei einem Treffen der Gesundheitsreferenten am Sonntag hat sich diese Linie bestätigt: Eine Zentralisierung ist vom Tisch. Mehr noch: Die Länder zeigen sich sogar einhellig bereit, die Verantwortung für den niedergelassenen Facharztbereich zu übernehmen, wenn die Finanzierung durch die Sozialversicherung im Rahmen des nächsten Finanzausgleichs gesichert wird.
„Jetzt stimmt die Richtung“
„Damit könnten die Länder, wie es das Burgenland in Abstimmung mit der ÖGK bereits vorexerziert, wichtige fachärztliche Angebote aus den Kliniken heraus besetzen, die Versorgung für die Bevölkerung verbessern und gleichzeitig die Ambulanzen entlasten. Jetzt stimmt die Richtung. Als Knackpunkt bleibt jetzt eine faire und nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens übrig, die nicht immer mehr Kosten den Ländern aufbürdet – die muss spätestens beim nächsten Finanzausgleich gesichert werden“, betont Landeschef Doskozil.
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